Lesung Beate Hausbichler: „Der verkaufte Feminismus“ am Donnerstag, 23.9.2021, 19 Uhr

Lesung Beate Hausbichler: „Der verkaufte Feminismus“ am Donnerstag, 23.9.2021, 19 Uhr

Der Feminismus hat in den vergangenen Jahren einen beachtlichen Imagewandel vollzogen – so werden Slogans wie „girl power“ oder „the future is female“ auf T-Shirts gedruckt, Werbungen von Beautyprodukten werden heute mit einer Body-Positivity-Rhetorik einem „Feminist washing“ unterzogen. Stars und Influencer*innen verleihen sich mit medienwirksamen Ansagen gegen Sexismus einen politischen Touch. Der Ruf nach „Empowerment“ prägt angeblich „feministische“ Karriereliteratur. Noch nie zuvor war der einst unbeliebte Feminismus in der Populärkultur und im Mainstream derart präsent und beliebt wie heute. Dennoch hat sich an der strukturellen Benachteiligung von Frauen bis heute wenig bis nichts geändert.

Wie konnte das passieren und was bedeutet das für den Feminismus als politische Bewegung?

Dieser Frage geht die österreichische Journalistin Beate Hausbichler in ihrem 2021 erschienen Buch „Der verkaufte Feminismus – Wie aus einer politischen Bewegung ein profitables Label wurde“ nach und arbeitet heraus, warum es ähnlich wie in der Klimathematik zwar offenbar eine erhöhte Sichtbarkeit, aber kaum faktischen Fortschritt gibt:
Ein Feminismus, der gegen bestehende Machtverhältnisse ankämpft, ist anstrengend. Aber um den Feminismus markentauglich zu machen, musste dieses Angestrengte und Unbequeme verschwinden: Zentrale Anliegen der Frauenbewegung wurden schon früh vom Konsumkapitalismus vereinnahmt und Begriffe wie „Autonomie“ zu „Selbstoptimierung“ umgedeutet – weg von politischen Forderungen und kollektiven, solidarischen Kämpfen hin zur individuellen Arbeit an und für sich selbst.

Den Einwahllink erhalten Interessierte nach Anmeldung über: gesine.kleen@rosalux.org

Eine Kooperationsveranstaltung von Rosa Luxemburg Stiftung/Peter Imandt Gesellschaft Saarland, Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken und FrauenGenderBibliothek Saar.

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Lesung und Gespräch mit Felicia Ewert zu ihrem Buch:  „Trans.Frau.Sein.“ am Freitag, 9. Dezember 2022, um 19:30 Uhr

Lesung und Gespräch mit Felicia Ewert zu ihrem Buch: „Trans.Frau.Sein.“ am Freitag, 9. Dezember 2022, um 19:30 Uhr

Der LSVD Saar, die FrauenGenderBibliothek Saar und der AK Queer der Universität des Saarlandes laden im Rahmen der LSVD-Veranstaltungsreihe „Gegenwind“ und des Literaturtreffs „Queergelesen“ ein:

Lesung und Gespräch mit Felicia Ewert zu ihrem Buch:

„Trans.Frau.Sein.“

am Freitag, 9. Dezember 2022, um 19:30 Uhr, in der FrauenGenderBibliothek Saar

„Trans.Frau.Sein“ beschreibt bestehende Diskriminierungsmechanismen, die sich gegen transgeschlechtliche Menschen richten.
Die Kritik der Autorin bietet auf gesellschaftlicher Ebene Einblicke in rechtliche Aspekte des „Transsexuellengesetzes“ und in medizinisch psychologische Bereiche wie z. B. die Gutachtenpraktiken.
Trans. Frau. Sein. ist eine Kombination aus wissenschaftlicher Arbeit, überspitzter satirischer Darstellung und autobiographischen Elementen aus dem persönlichen (Er)-Leben der Autorin.

Felicia Ewert lebt in Marburg. Sie ist Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Geschlechterforschung. Sie ist eine Frau, transgeschlechtlich und ziemlich lesbisch. Felicia hält Vorträge zu Cissexismus, Homofeindlichkeit, Transfeindlichkeit und Transmisogynie. (Verlagstext edition assemblage)

Veranstalter*innen: LSVD Saar, FrauenGenderBibliothek Saar, AK Queer der Universität des Saarlandes
Eintritt: frei
Ort: FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Str. 111, 66121 Saarbrücken
Hinweis: In der FrauenGenderBibliothek gilt weiterhin Maskenpflicht.
Wir bitten um Anmeldung: info@checkpoint-sb.de oder info@frauengenderbibliothek-saar.de

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesprogramm Demokratie Leben! und der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Mehr Infos:
FrauenGenderBibliothek Saar
www.frauengenderbibliothek-saar.de, www.facebook.com/FrauenGenderBibliothekSaar,
www.instagram.com/frauengenderbibliothek_saar

LSVD Saar
www.facebook.com/lsvdsaar, www.instagram.com/lsvdsaar

AK Queer der Universität des Saarlandes
https://asta.uni-saarland.de/der-asta/queer/  , www.facebook.com/queer.uds, www.instagram.com/queer_uds

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Vortrag Dr. Kirsten Plötz: „War da was? Unterdrückung lesbischer Liebe“ am Donnerstag, 15. Juli 2021, 19 Uhr

Vortrag Dr. Kirsten Plötz: „War da was? Unterdrückung lesbischer Liebe“ am Donnerstag, 15. Juli 2021, 19 Uhr

Die Veranstaltungsreihe „Gegenwind“ des Lesben und Schwulenverbandes des Saarlandes präsentiert in der FrauenGenderBibliothek Saar (vor Ort und online):

„War da was? Unterdrückung lesbischer Liebe“
Vortrag der Historikerin Dr. Kirsten Plötz zum Thema Diskriminierungserfahrungen gleichgeschlechtlich liebender Frauen in der BRD.

Donnerstag, 15. Juli 2021, 19 Uhr

„War da was? Unterdrückung lesbischer Liebe“
Anders als Männer waren Frauen, die gleichgeschlechtlich liebten, im 20. Jahrhundert in Deutschland nicht vom Strafrecht bedroht. Aber das heißt nicht, dass sie frei waren, lesbisch zu leben. Schlechte Berufsaussichten, Abwertung durch die Umwelt, fehlende Vorbilder sind nur einige der Stichworte. Wichtig war auch das Recht, das die Folgen einer Ehescheidung regelte – offen lesbisch liebende Mütter verloren bis in die 1990er Jahre hinein das Sorgerecht für ihre Kinder. Die bundesweit erste Studie darüber stellt die Historikerin Dr. Kirsten Plötz in der Veranstaltung vor. Auch andere Formen der Unterdrückung kommen zur Sprache.

Dr. Kirsten Plötz studierte Geschichte und Politik an der Universität Hannover. Neben verschiedenen Veröffentlichungen zur Geschlechtergeschichte, etwa vom lesbischen Leben in der Weimarer Republik, wirkte Kirsten Plötz an mehreren Filmproduktionen mit und arbeitete zeitweilig in Göttingen am Max-Planck-Institut für Geschichte. Sie lebt heute als freie Historikerin und forscht in verschiedenen Bundesländern zum Thema strafrechtliche Verfolgung und Diskriminierungserfahrungen homosexueller Menschen, die die Repressionsgeschichte von Schwulen und Lesben in der BRD  widerspiegelt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek Saar und dem LPM Saarland statt, sie wird gefördert vom Bundesprogramm Demokratie Leben! und der Landeshauptstadt Saarbrücken.

„War da was?“ ist eine Hybridveranstaltung mit begrenzter Personenzahl vor Ort nach den aktuellen Corona Schutzmaßnahmen und online für alle.

Anmeldung zur Online-Zoom-Schalte, um zeitnah zur Veranstaltung den Zugangslink zu erhalten: info@checkpoint-sb.de oder 0681/398833

LSVD Saar und Checkpoint
Mainzer Str.44
66121 Saarbrücken
Tel:  0681 39 88 33
Facebook: LSVD Saar

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Jetzt in der FGBS mitmachen: Amnesty International – Briefmarathon für Menschenrechte

Jetzt in der FGBS mitmachen: Amnesty International – Briefmarathon für Menschenrechte

Die FGBS unterstützt den diesjährigen Briefmarathon für Menschenrechte von Amnesty International:
Amnesty hat vorgedruckte Briefe zu Menschenrechtsvergehen bei uns hinterlegt und ihr könnt sie zu uns unterschreiben kommen.

Die Aktion geht bis zum 10.12.2022. Dann holen die Amnesty-Aktivist:innen die gesammelten Briefe bei uns ab und versenden sie für euch.

Für welche Menschen unterschrieben werden kann, seht ihr bei uns vor Ort oder auf der Seite www.amnesty.de/briefmarathon

Amnesty schreibt: „Eine einzelne Mail kann ungelesen im Spam-Ordner landen, aber Tausende Nachrichten, die die Einhaltung der Menschenrechte fordern, lassen sich nicht ignorieren!“

Bitte nutzt unsere Öffnungszeiten (Di 10-17, Mi+Fr 10-14, Do 14-19 Uhr) oder die Randzeiten von Veranstaltungen, die ihr vielleicht besucht.

Danke fürs Mitmachen!!!

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Offener MiNET-Treff im Advent mit Fairtrade-Infos und Snacks am 7.12.2022 um 17 Uhr

Offener MiNET-Treff im Advent mit Fairtrade-Infos und Snacks am 7.12.2022 um 17 Uhr

Am Mittwoch, 7.12.2022, findet der nächste Offene MiNET-Treff für Mentorinnen, Mentees und interessierte Frauen von 17 bis 19 Uhr in der FrauenGenderBibliothek Saar Großherzog-Friedrich-Str. 111, 66121 Saarbrücken statt.

Beim „Offenen Treff“ von MiNET Saar können sich Frauen mit und ohne Migrationsbiografie an jedem ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr austauschen. Verschiedene Themen rund um den Arbeitsmarkt und Bewerbungsverfahren werden angesprochen.

Beim Treffen am 7.12. gibt es etwas Besonderes: eine Referentin der Fairtrade Initiative Saarland wird die Prinzipien des Fairen Handels vorstellen und darüber informieren, wie insbesondere Frauen in den Ländern des globalen Südens davon profitieren.

Dieser Themenabend ist Teil des lebenden Adventskalenders „Sweet & Fair“ der Fairtrade Initiative Saarland: www.sweet-and-fair.saarland
MiNET Saar beteiligt sich an dieser Aktion, um Nachhaltigkeit, fairen Handel und die Achtung der Menschenrechte zu unterstützen.  Der informative Austausch wird versüßt mit kostenlosem fairtrade Kaffee / Tee und fair gehandelten Snacks.

Anmeldung an minet-saar@frauengenderbibliothek-saar.de.

Foto: Schokomanufaktur TIMBIRÉ Ecuador (c) Fleurance Laroppe

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Programm FrauenThemenMonat Saarbrücken 2022

Programm FrauenThemenMonat Saarbrücken 2022

Das Programmheft für den FrauenThemenMonat der Stadt Saarbrücken ist online auf der Seite des Frauenbüros und gedruckt in Umlauf.
Die FrauenGenderBibliothek Saar ist beteiligt an folgenden Veranstaltungen:
Sa, 12.11., 10-16 Uhr, Saarrondo: Barcamp Frauen Saar
Fr, 18.11., 18 Uhr, Online-Vortrag „Natürliche Ordnung statt Geschlechterdemokratie? Wie der Angriff auf reproduktive und sexuelle Rechte die Idee der Demokratie in Europa bedroht“ mit Dr.in Stefanie Mayer
und (nicht im Programmheft)
Di, 29.11., 18 Uhr, FrauenGenderBibliothek und online: Buchvorstellung „Guns ’n‘ Rosé – Konservative Frauen erobern die USA“ mit Annett Meiritz und Juliane Schäuble
Kooperationspartner:innen: Friedrich-Ebert-Stiftung Regionalbüro Rheinland-Pfalz / Saarland, Arbeitskammer des Saarlandes, DGB Rheinland-Pfalz – Saarland, Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, Gleichstellungsbüro der Universität des Saarlandes, MiNET Saar, Pro familia Saarbruecken, Bündnis für Selbstbestimmung Saar, Soroptimist International Club Saarbrücken, Jüdische Gemeinde Saar, Deutsch-Amerikanisches Institut Saarland
Foto: FTM Titelmotiv – Copyright 2010 kikiiii / Photocase Addicts GmbH
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Buchvorstellung (hybride Veranstaltung): „Guns n‘ Rosé: Konservative Frauen erobern die USA“ am 29.11.2022 um 18 Uhr

Buchvorstellung (hybride Veranstaltung): „Guns n‘ Rosé: Konservative Frauen erobern die USA“ am 29.11.2022 um 18 Uhr

Buchvorstellung und Lesung mit Juliane Schäuble, US-Auslandskorrespondentin für den Tagesspiegel:

 „Guns n‘ Rosé: Konservative Frauen erobern die USA“
Dienstag, 29. November 2022, 18:00 Uhr

Hybrid: Online und vor Ort in der FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Straße 111, 66121 Saarbrücken

Buchbeschreibung:

Sie verdammen die MeToo-Bewegung als bigottes Kunstprodukt aus Hollywood, bezeichnen Schwangerschaftsabbrüche als Mord und verteidigen die traditionelle Rollenverteilung als Option echter Freiheit: Konservative Frauen sind in den USA zu einem Machtfaktor geworden. Und sie sind fest entschlossen, das Land nach ihren Vorstellungen zu verändern. Am liebsten aus dem Weißen Haus heraus. Dieses Buch gibt Einblicke in eine Bewegung, die die Zukunft der USA für Jahrzehnte beeinflussen wird.

»Annett Meiritz und Juliane Schäuble öffnen durch ihr Buch und ihre Recherchen vor Ort eine Tür in eine Welt, die in Deutschland bislang kaum beleuchtet worden ist.« Katharina Hamberger, Deutschlandfunk

»Ein Must-Read für alle, die die massiven Veränderungen begreifen wollen, die sich sowohl in den USA als auch in Deutschland abspielen.«
John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Deutschland

(Quelle: Ch. Links Verlag)

Veranstalterinnen: Deutsch-Amerikanisches Institut Saarland, Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur und Kultur der Universität des Saarlandes, FrauenGenderBibliothek Saar.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist erforderlich mit der Angabe ob eine Teilnahme online oder vor Ort gewünscht ist: info@frauengenderbibliothek-saar.de

Hinweis: In der FrauenGenderBibliothek Saar gilt Maskenpflicht.

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Buchvorstellung und Vortrag (online)  Prof.in Gerlinda Smaus: „Kriminalität von Frauen aus gendertheoretischer Sicht“ am 28.6.2021 um 18 Uhr

Buchvorstellung und Vortrag (online) Prof.in Gerlinda Smaus: „Kriminalität von Frauen aus gendertheoretischer Sicht“ am 28.6.2021 um 18 Uhr

Die FrauenGenderBibliothek Saar lädt in Kooperation mit dem Forum Geschlechterforschung der Universität des Saarlandes, der htw saar und dem Strafvollzugsarchiv Bremen ein:

Buchvorstellung „Gerlinda Smaus: Ich bin ich – Beiträge zur feministischen Kriminologie“, herausgegeben von Johannes Feest und Brunilda Pali mit einem Vortrag von Prof.in Dr.in Gerlinda Smaus zum Thema „Kriminalität von Frauen aus gendertheoretischer Sicht“ am Montag, 28. Juni 2021, um 18 Uhr, online per ZOOM

Anlässlich des 80. Geburtstages der Soziologieprofessorin Gerlinda Smaus wurde in der Schriftenreihe des Strafvollzugsarchivs Bremen eine Sammlung ihrer Forschungstexte zu kritischer Kriminologie und Genderforschung veröffentlicht.

Dieses Buch stellt Herausgeber Johannes Feest vor und Prof.in Dr.in Gerlinda Smaus geht in einem Vortrag vertiefend auf die Inhalte ein.

Aus ihrer Forschung im Bereich Kriminologie und Gendertheorien bietet sie Antworten auf die Frage „warum werden Frauen, im Vergleich zu Männern, so selten kriminell?“
Dabei werden neue Perspektiven sowohl auf „Kriminalität“ als auch auf das „Geschlecht“ vorgestellt. Im Anschluss an die Präsentation gibt es Zeit für Fragen und Diskussion zur Thematik.

Die Strafrechtsstatistiken besagen, dass Frauen im Vergleich mit Männern seltener als Tatverdächtige ermittelt (1:3), verurteilt (1:3) und noch seltener inhaftiert (1:12) werden. Woran das liegen mag? Traditionelle Antworten darauf bemühen die „moralischere Natur“ von Frauen oder umgekehrt, ihre „Heimlichtuerei bzw. Verschlagenheit“, ihre weibliche Rolle, die freier von Aggressionen sei, bzw. ihre „ritterliche“ Behandlung seitens der Polizei, der Richter und der Staatsanwälte. Keine dieser Erklärungsversuche berücksichtigt aber, dass sich das Strafrecht für Frauen nicht wirklich „interessiert“, und vor allem, dass die natürliche Frau nichts als ein Stereotyp ist. Diesen Punkt klären Gendertheorien auf.

Prof.in Dr.in Gerlinda Smaus war bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rechts- und Sozialphilosophie an der Universität des Saarlandes. Hier hat sie sich im Jahre 1995 mit dem Thema „Das Strafrecht und die soziale Differenzierung“ habilitiert, mit der Lehrbefugnis Allgemeine soziologische Theorie. Sie ist Mitbegründerin der Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie, und darin der Sektion „Feministische Kriminologie“.  Im `Ruhestand` hat sie ihre wissenschaftlichen Aktivitäten in die Tschechische Republik verlegt, vor allem an die Masaryk Universität in Brno und die Palacký Universität in Olomouc, mit denen „ihr“ Institut seit etwa 1990 Tempus- Kooperationen unterhielt. Hier wurde sie im Jahre 2001 zu Professorin der Soziologie auf Lebenszeit ernannt. Für ihr Lebenswerk, in der Tschechischen Republik für die Gründung von Genderstudies und die Weiterführung von Studienfächern im Doktorandenstudium, wurde sie von der Tschechischen Soziologischen Gesellschaft geehrt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich: Per Mail an info@frauengenderbibliothek-saar.de

Mehr Infos und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Str. 111,
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
Öffnungszeiten: Di 10-17, Mi+Fr 10-14, Do 14-19 Uhr
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de

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Angebote zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen 2022

Angebote zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen 2022

Am 25.11. ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen.
Der Frauenrat Saarland hat zusammengestellt, welche Aktionen/Veranstaltungen dazu im Saarland statt finden und welche Hilfsangebote für Betroffene es gibt:
www.frauenrat-saarland.de/nein-zu-gewalt-an-frauen
Die FrauenGenderBibliothek Saar beteiligt sich als Mitgliedsorganisation des FrauenForum Saarbrücken an der Irandemo am 25.11. um 16 Uhr auf dem Landwehrplatz sowie an der Filmvorführung „Woman“ am 26.11. um 19 Uhr im Kino achteinhalb in Saarbrücken.

Außerdem ist es möglich, die Veranstaltung des DDF zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen online live zu verfolgen: Talk, Performances und Videobeiträge am 25.11.2022 um 19:30 Uhr. Mehr Infos hier: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/nofear-gemeinsam-gegen-digitale-gewalt-am-2511

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Vortrag von Julia Pierzina zur geschlechterbezogenen Datenlücke (Gender Data Gap) am Donnerstag, 17. Juni 2021, um 18 Uhr

Vortrag von Julia Pierzina zur geschlechterbezogenen Datenlücke (Gender Data Gap) am Donnerstag, 17. Juni 2021, um 18 Uhr

Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) e.V. und FrauenGenderBibliothek Saar laden ein:

Online-Vortrag am Donnerstag, 17. Juni 2021, von 18 bis 20 Uhr

Julia Pierzina: „Lücken_Los! Auswirkungen des geschlechtsbezogenen Datenmangels auf Gleichberechtigung im (nichtdigitalen und digitalen) Alltag“

Teilnahme: Gebührenfrei
Anmeldung an: Melanie.Malter-Gnanou@nes-web.de

 Wie kann eine digitale Transformation gendergerecht und nachhaltig gestaltet werden?

Nachhaltigkeit ist in mehr als nur den Themen Umwelt, Naturschutz und Klimapolitik relevant. Verbunden sind damit einhergehend auch die Themen: hochwertige Bildung – das “Wissen über” befähigt zu Entscheidungen (Ziel 4 der SDGs) – und Geschlechtergerechtigkeit (Ziel 5 der SDGs). Produktionsabläufe, Arbeitsbedingungen und Geschlechterrollenstereotype verschärfen Ungleichberechtigung und verschlechtern Lebensbedingungen. Das Reduzieren von Ungleichheiten (Ziel 10) ist nicht nur ein weiteres konkretes Nachhaltigkeitsziel, sondern ist in allen anderen der 16 Ziele als Teilbereich zu verstehen.

Ein Gender Gap bezeichnet ein Problemfeld in Ungleichheiten, in dem wir ihn z.B.in Gehältern, der Altersvorsorge, der Pflegearbeit sowie der Erziehungs- und Familienarbeit verzeichnen: Gender PAY Gap, Gender PENSION Gap, Gender CARE Gap.

Gender Data Gap bezeichnet die geschlechterbezogen Datenlücke, die Ausgangslage für beschränkte Zugänge, Benachteiligungen und körperliche sowie auch psychische Gefahren ist. Zur Entwicklung von Produkten oder auch Dienstleistungen bedarf es stets einer belastbaren Datenbasis zur Zielgruppe, Produktion, Marketingstrategie etc. Warum es wichtig ist, dass bei allen diesen Schritten nicht nur geschlechtersensibel gedacht, sondern auch geschlechtsbewusst gehandelt wird, wird in dem Vortrag dargestellt. Anhand konkreter Ideen wird veranschaulicht, wie auch Sie dazu beitragen können, durch die Erhebung und Nutzung geschlechtsbezogener Daten Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen.

Politisches Engagement kann damit anfangen sich zu Fragen: Wer hat’s gemacht und für wen wurde es gemacht?

Julia Pierzina forscht im Rahmen ihrer Dissertation zu Gender & Design an der HBKsaar und arbeitet als Interventionsdesignerin bei K8 Institut für strategische Ästhetik. Sie ist Initiatorin der Wikipediaworkshops “Femedit. Den Gender Data Gap auf Wikipedia schließen” im Juni 2020 und “Who writes HERstory? We do.” im März 2021. Julia Pierzina setzt sich für gesellschaftspolitische Belange, freies Wissen, Geschlechtergerechtigkeit und Ressourcenschonung ein.

Im Rahmen der diesjährigen Entwicklungspolitischen Bildungstage im Saarland (14.6.-14.7.2021) unter dem Titel: „Wie kann die digitale Transformation nachhaltig gestaltet werden?“, widmet sich dieser Vortrag dem globalen Nachhaltigkeitsziel Nummer 5, der Gendergerechtigkeit über den Zugang der Datenerfassung, -vermittlung und – auswertung – denn dadurch wird Gerechtigkeit verhindert oder möglich gemacht. Wir wollen uns gemeinsam informieren und diskutieren, wie die digitale Transformation gendergerecht mitgestaltet werden kann.

Das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. koordiniert diese Bildungstage (EPOBITS) seit vielen Jahren gemeinsam mit zahlreichen saarländischen Akteur*innen und möchte damit global-nachhaltige Themen mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken.

Weitere Angebote innerhalb der EPOBITS gibt es hier.

Foto: Julia Pierzina (c) Katharina Koch

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