Frauenhistorische Stadtrundgänge mit Ruth Bauer

Frauenhistorische Stadtrundgänge mit Ruth Bauer

Die FrauenGenderBibliothek Saar lädt zu zwei frauenhistorischen Stadtrundgängen mit der Kunsthistorikerin Ruth Bauer ein.

Samstag, 24.03.2018
„Von der Römerin zur Fürstin. Frauengeschichte im Herzen Saarbrückens“
Der Rundgang beginnt mit Betrachtungen von Frauenleben in spätrömischer Zeit, den Spuren der ersten regierenden Gräfin und weiterer Regentinnen seit dem 13. Jahrhundert und erzählt am Ludwigsplatz von Maitressen, liederlichen Weibspersonen sowie kampfeslustigen Bürgerinnen im 18. Jahrhundert.

Samstag, 21.04.2018
„Frauenarbeit in St. Johann“
Der Rundgang zeigt die Facetten weiblicher Erwerbstätigkeit in der seit Mitte des 19. Jahrhunderts aufstrebenden Industrie- und Handelsstadt St. Johann. Dieser Rundgang führt vorbei an der Saar, über den St. Johanner Markt, zur Post in der Dudweiler Straße und zum Rathaus. Erzählt wird von den unterschiedlichsten Betätigungsfeldern Saarbrücker Unternehmerinnen, von Prostituierten, dem “Fräulein vom Amt” sowie den ersten Beamtinnen in Saarbrücken.

Treffpunkt für beide Rundgänge:
14 Uhr, Schlossplatz Saarbrücken

Die Rundgänge dauern etwa 2 Stunden und kosten jeweils 7,00 EUR (kostenlos für Fördermitglieder der FrauenGenderBibliothek Saar)

Mehr Infos und Anmeldung:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Straße 111
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de

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Lesung Julia Korbik: „Oh Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten“

Lesung Julia Korbik: „Oh Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten“

Simone de Beauvoir: große Denkerin des 20. Jahrhunderts, eine Ikone des Feminismus – aber warum sollten sich junge Frauen für sie interessieren? Weil sie phantastische Romane und präzise Analysen gesellschaftlicher Entwicklungen schrieb und ihrem Partner Jean-Paul Sartre an analytischer Schärfe in nichts nachstand: eine Frau, die schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts für ihre Freiheit kämpfte, emanzipiert und unabhängig.

In „Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten“ wirft die Journalistin und Autorin Julia Korbik einen frischen Blick auf die Frau, die Schriftstellerin, die Philosophin und die Feministin. Simone de Beauvoir schillert in diesem Buch in all ihren Facetten – „Oh, Simone!“ überrascht, lädt zum Stöbern ein und zeigt: Es lohnt sich, kritisch zu denken und das zu tun, wofür man brennt.

Lesung: Julia Korbik „Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten“
Datum: Freitag, 23. März 2018
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Straße 111, 66121 Saarbrücken
Eintritt: frei
Veranstalterinnen: FrauenGenderBibliothek Saar und Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken

Weitere Infos und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Straße 111
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de

Facebook: Frauen Gender Bibliothek Saar

Foto: Julia Korbik(c)Lars Mensel

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Buchvorstellung Stephanie Kuhnen (Hg.): „Lesben raus! Für mehr lesbische Sichtbarkeit“

Buchvorstellung Stephanie Kuhnen (Hg.): „Lesben raus! Für mehr lesbische Sichtbarkeit“

Von: saar.lsvd.de/veranstaltungen/termin/artikel/lesben-raus-fuer-mehr-lesbische-sichtbarkeit/

Gegenwind: LESBEN RAUS! FÜR MEHR LESBISCHE SICHTBARKEIT

Lesung und Diskussion mit der Autorin Stephanie Kuhnen in unserer Veranstaltungsreihe Gegenwind.
Di., 20.März, 19:30h, im LSVD-Checkpoint, Mainzer Str. 44, 66121 Saarbrücken.

Es heißt, Lesben sind unsichtbar und eine aussterbende Identität. Angesichts der historisch einmaligen Situation, dass mehrere Generationen in einer toleranteren Gesellschaft sich offen zeigen können, hätte es über die Jahre eine steigende lesbische Präsenz geben müssen…

Wenn  von  Homosexuellen gesprochen wird, dann werden Lesben „mitgemeint“. Wenn es um LSBTTI*-Themen geht, werden selten lesbische Expertinnen befragt. Angeblich gäbe es sie nicht, heißt die Entschuldigung.

Auch scheint es, „Queer“ wird lieber  zu einer alternativen Identität erhoben, als sich „Lesbe“ zu nennen. Was ist da los? Sicher ist: Kein Mensch ist unsichtbar! Man wird unsichtbar gemacht oder entscheidet sich für Unsichtbarkeit, um Konflikte zu vermeiden.

28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen und Transgender? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden?

Stephanie Kuhnen, Stonewall-Jahrgang 1969, lebt seit 20 Jahren in Berlin. Im Kerngeschäft  Journalistin, Autorin und Projektmanagerin, im Herzen gendertypisch bibliophil, butchesk und katzoman

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesprogramm Demokratie Leben! und der LHS

Eintritt frei!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Voranmeldung – telefonisch 0681/398833 oder per Mail info(at)checkpoint-sb(dot)de

In Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek und dem Queer Referat der Universität des Saarlandes

Link zur Veranstaltungsseite

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Gebäudeillumination zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts

Gebäudeillumination zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts

Eröffnung am Mittwoch, 7. März 2018, um 20 Uhr mit Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

Im Auftrag des FrauenForum Saarbrücken realisieren Studentinnen der HBK Saar eine Architekturprojektion auf der Alten Kirche am Cora-Eppstein-Platz (Evangelisch-Kirch-Str. 27).
Die Künstlerinnen Karen Fritz, Isabelle Kirsch und Martine Marx, betreut durch den Lichtkünstler François Schwamborn, setzen sich mit den Themen Frauenwahlrecht und Emanzipation auseinander.
Die Illumination wird am Mittwoch, 7.3., um 20 Uhr von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz eröffnet und dann täglich bis Sonntag, 11.3., von 18-22 Uhr zu sehen sein.

VeranstalterInnen: FrauenForum Saarbrücken*

Dank an:
AWO Frauenhäuser Saarland – SPN Sozialpädagogisches Netzwerk, BUND Saar e.V., Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, Frauenrat Saarland, Heinrich Böll Stiftung Saar, Hochschule der Bildenden Künste Saar, Hochschule für Musik Saar, Mercedes-Benz Bank, Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland (NES) e.V., Peter Imandt Gesellschaft e.V./Rosa Luxemburg Stiftung Saarland

Weitere Infos und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar (als Mitglied des FrauenForum Saarbrücken)
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de

 

*Hintergrund:

Das Frauen Forum Saarbrücken ist ein Aktionsbündnis für eine gleichberechtigte Gesellschaft, in dem z.Zt. folgende Organisationen aktiv sind:
ALDONA e.V., Arbeitskammer, AsF Saarbrücken, AWO Frauenhaus Saarbrücken, Beratung Interkulturell,  Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt des SkF, BPW Saarbrücken, DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, DKP, Ev. Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung und Sexualpädagogik Diakonie Saar, Frauenarbeitsgemeinschaft Lisa – Die Linke, Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, FrauenGenderBibliothek Saar, Frauengruppe Courage, Frauenmantel – Frau im Zentrum e. V.,  Frauen Union Saarbrücken – Stadt, Frauennotruf Saarland, Mimose Frauengruppe, NELE – Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen e.V., ProFamilia Saarbrücken, SkF Elisabeth-Zillken-Haus, Ver.di-Frauen

 

Foto: Symbolbild Illumination HBK FrauenForum SB (c) Francois Schwamborn

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Tanzflashmob „One billion rising 2018“ in Saarbrücken

Tanzflashmob „One billion rising 2018“ in Saarbrücken

One Billion Rising 2018:
Saarbrücken setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Das FrauenForum Saarbrücken – ein Bündnis aus Frauenprojekten und –verbänden – lädt am Mittwoch, 14. Februar 2018, um 17 Uhr zur Tanz-Aktion „One Billion Rising“ auf den St. Johanner Markt in Saarbrücken ein.

„One Billion Rising“ ist eine Internationale Aktion gegen Gewalt an Frauen. Weltweit erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt. Dies sind eine Milliarde Frauen, also „one billion“.  Die Protestaktion wurde erstmals im Jahr 2013 organisiert und hat sich in kürzester Zeit weltweit etabliert.

Überall auf der Welt werden Frauen Opfer von Gewalt, einfach weil sie Frauen sind und weil sie nicht wertgeschätzt werden. Deshalb gehen weltweit Frauen – und auch solidarische Männer – auf die Straße und fordern: Schluss mit der Gewalt gegen Frauen!

Die Angst, die mit Gewalterfahrungen zwangsläufig einhergeht, schränkt die innere und äußere Bewegungsfreiheit ein und diese Freiheit im Kopf und im Körper gilt es, sich zurückzuerobern.

Dies mit Hilfe eines Tanzes zu machen, ist eine kreative, gewaltfreie und verbindende Aktionsform, im Wissen, dass sich am 14. Februar überall auf der Welt Frauen (und Männer) zusammenschließen und protestieren.
Wer den Tanz einüben möchte, kann dies bei Nartan Zemelko im Therapiezentrum am Schenkelberg, Schenkelbergstr. 22, 66119 Saarbrücken machen. Die Termine sind am Sonntag, 28.01.18, 11 Uhr und am Sonntag, 11.02.18, 11 Uhr.

Aber auch spontane, kreative Tanzmoves sind gerne gesehen. Die Organisatorinnen freuen sich natürlich auch über mittanzende Männer, Kinder und Jugendliche.
Weitere Informationen und Kontakt: Frauennotruf Saarland, Telefon: 0681-36767, www.frauennotruf-saarland.de

Bei Facebook: One billion rising Saarland und FrauenForum Saarbrücken


Das Frauen Forum Saarbrücken
ist ein Aktionsbündnis für eine gleichberechtigte Gesellschaft, in dem z.Zt. folgende Organisationen aktiv sind:
ALDONA e.V., Arbeitskammer, AsF Saarbrücken, AWO Frauenhaus Saarbrücken, Beratung Interkulturell,  Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt des SkF, BPW Saarbrücken, DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, DKP, Ev. Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung und Sexualpädagogik Diakonie Saar, Frauenarbeitsgemeinschaft Lisa – Die Linke, Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, FrauenGenderBibliothek Saar, Frauengruppe Courage, Frauenmantel – Frau im Zentrum e. V.,  Frauen Union Saarbrücken – Stadt, Frauennotruf Saarland, Mimose Frauengruppe, NELE – Verein gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen e.V., ProFamilia Saarbrücken, SkF Elisabeth-Zillken-Haus, Ver.di-Frauen

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Buchvorstellung Angela Steidele: „Anne Lister. Eine erotische Biographie“

Buchvorstellung Angela Steidele: „Anne Lister. Eine erotische Biographie“

Buchpräsentation

Die FrauenGenderBibliothek Saar und das Queer-Referat des AStA der Universität des Saarlandes laden am Freitag, 8. Dezember 2017, um 18:00 Uhr zur Buchpräsentation „Anne Lister. Eine erotische Biographie“ von Angela Steidele in die FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Str. 111, 66121 Saarbrücken ein.

Das Buch:
„Anne Lister. Eine erotische Biographie“ von Dr. Angela Steidele

»Ich liebe die Frauen, und sie lieben mich auch.«
Anne Lister, 1816

Wäre sie ein Mann gewesen, müsste man sie Frauenheld nennen, Schwerenöter oder Heiratsschwindler, Lüstling, Wüstling oder einfach nur Schuft:
Frauen pflasterten ihren Weg. Anne Lister (1791–1840) betete sie an, begehrte, belog und betrog sie, ging ihnen an die Wäsche und ans Geld.
Noch unerhörter als ihr Liebesleben sind ihre Tagebücher: In pornografischer Deutlichkeit schildert die englische Landadlige ihre zahllosen Abenteuer, mal liebeskrank, mal zynisch, so fesselnd wie obszön, so verstörend wie amüsant. Anhand dieser einmaligen Quellen zeichnet Angela Steidele erstmalig das faszinierende Porträt einer schillernden Persönlichkeit, die allen Vorstellungen vom keuschen präviktorianischen Zeitalter widerspricht.
Staunenswert, kurios, entwaffnend und hocherotisch.

Die Autorin:
Dr. Angela Steidele, geb. 1968, erforscht und erzählt Liebesgeschichten. Sie veröffentlichte u. a. In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel, hingerichtet 1721 (2004); Geschichte einer Liebe. Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens-Schaaffhausen (2010) und Rosenstengel. Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II. (2015) und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. In ihren Büchern »darf gedacht und gelacht werden« (Jury des Bayerischen Buchpreises).

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

In Kooperation mit:


Bildinfo Portrait: Angela Steidele für Verlag Matthes & Seitz by Ben Chislett Photography


Weitere Infos:
Ein Beitrag vom 27.10.2017 zu „Anne Lister“ im Deutschlandfunk

Fernsehinterview bei ARD „Druckfrisch“ am 26.11.2017 um 23:35 Uhr und danach in der Mediathek

 

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Vortrag zu Frauenwohnprojekten

Vortrag zu Frauenwohnprojekten

Gemeinschaftliche Frauenwohnprojekte – eine reizvolle Alternative zum individuellen Wohnen?

Warum immer mehr Frauen in einem Wohnprojekt mit Frauen einen „Neubeginn“ wagen.

Vortrag und Lesung von Prof’in i.R. Dr. Ruth Becker und Eveline Linke
am Donnerstag, 30. November 2017, um 18:30 Uhr
in der FrauenGenderBibliothek Saar.

Ausgehend von der Geschichte des familienunabhängigen Wohnens von Frauen zeigen die Referentinnen, wie sich die heutigen Wohnprojekte, insbesondere aus den Frauenbewegungen heraus, entwickelt haben und lesen aus ihrem 2015 erschienenen Buch „Mehr als schöner wohnen. Frauenwohnprojekte zwischen Euphorie und Ernüchterung“.

Sie berichten über die mit den Projekten verbundenen Erwartungen, Wünsche und Erfahrungen. Was beflügelt die Initiatorinnen, was reizt die späteren Bewohnerinnen? Was ist realisierbar und für wen eignen sich die Projekte? Welche Hindernisse, Grenzen und Konfliktquellen treten auf? Wie sind die weitreichenden politisch-feministischen Ziele der Initiatorinnen umsetzbar und welchen Einfluss üben InvestorInnen und PolitikerInnen aus, auf deren Unterstützung die Projektinitiativen angewiesen sind?

Grundlage des Vortrags sind umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten, eigene Projekterfahrungen sowie die Befragung von 40 Bewohnerinnen in neun autonomen Frauenwohnprojekten in Deutschland.
Ruth Becker ist Ökonomin und (pensionierte) Professorin für „Frauenforschung und Wohnungswesen“ an der TU Dortmund.

Eveline Linke, Architektin, hat eines der ersten Frauenkulturzentren der zweiten Frauenbewegung (mit integriertem Frauenwohnprojekt) mitbegründet.

Der Vortrag findet im Rahmen des FrauenThemenMonat der Landeshauptstadt Saarbrücken statt.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Veranstaltungsort, weitere Infos und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog- Friedrich- Str. 111, 66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Frauen Gender Bibliothek Saar

Zusatzinfos zu Publikationen:

Ruth Becker, Eveline Linke (2015): Mehr als schöner Wohnen. Frauenwohnprojekte zwischen Euphorie und Ernüchterung. Ulrike Helmer Verlag, 258 Seiten, ISBN 978-3-89741-379-5. 19,95 €

Ruth Becker (2009): Frauenwohnprojekte – keine Utopie. Ein Leitfaden zur Entwicklung autonomer Frauen(wohn)räume mit einer Dokumentation realisierter Projekte in Deutschland. Studien Netzwerk Frauenforschung NRW Nr. 3 (582 Seiten, 10 €).

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Bericht zur Fachtagung des i.d.a.-Dachverbandes mit Vorstellung des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Bericht zur Fachtagung des i.d.a.-Dachverbandes mit Vorstellung des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Fachtagung in Saarbrücken diskutierte Herausforderungen der Digitalisierung von feministischen Sammlungen – Frauenministerin unterstützt digitale Aufarbeitung der Frauenbewegung im Saarland

Am 29.10.2017 ging die 52. Fachtagung der Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen zu Ende, die in diesem Jahr auf Einladung der FrauenGenderBibliothek vom 27. – 29. Oktober 2017 in der Jugendherberge in Saarbrücken stattgefunden hat. Unter der Überschrift „Frauenbewegung als Teil des kulturellen Gedächtnisses – Feministische Gedächtnisinstitutionen im digitalen Zeitalter“ sind rund 60 Delegierte deutschsprachiger Fraueninformationseinrichtungen zusammen gekommen, um sich auszutauschen, fortzubilden und gemeinsame Projekte, allen voran das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF), weiter zu entwickeln.

Die Tagung begann am Freitag, 27. Oktober, mit einem öffentlichen Fachgespräch. Zu diesem waren ca. 100 Interessierte, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen und Zeitzeuginnen gekommen, um die Herausforderungen, aber auch die Bedeutung der (digitalen) Aufarbeitung der Archivmaterialien der deutschen Frauenbewegung zu diskutieren. Einigkeit herrschte über die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieser Arbeit, die die Fraueninformationseinrichtungen initiiert haben. Einigkeit herrschte auch über die Notwendigkeit einer nachhaltigen finanziellen Förderung dieser Arbeit. Die Frauenbewegung(en) haben relevante gesellschaftliche Entwicklungen angestoßen und beeinflusst. Dieses Wissen soll einerseits nicht in Vergessenheit geraten und andererseits für alle leicht zugänglich sein.

Durch eine Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Höhe von 4 Millionen Euro kann aktuell das Onlineportal zum Digitalen Deutschen Frauenarchiv aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang wurden auch die Ergebnisse des saarländischen Teilprojektes des DDF erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele Gäste im Publikum haben die intensiven Jahre der autonomen Frauenbewegung im Saarland in den 70er und 80er Jahren selbst mit gestaltet und zeigten sich von der Idee begeistert, dass dieses Engagement nun als Teil der Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland dokumentiert wird. Dank einer Anschlussfinanzierung von Frauenministerin Bachmann wird es der FrauenGenderBibliothek ermöglicht, die saarländischen Archivmaterialien möglichst lückenlos aufzuarbeiten und dem Bundes-Portal zuzuführen.

Im weiteren Verlauf der Tagung des i.d.a.-Dachverbandes der Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen ging es in verschiedenen Arbeitsgruppen um konkrete Fachaspekte der Archivierung, um Rechtefragen bei der Digitalisierung, um den Start des Onlineportals im Herbst 2018, aber auch um allgemeinere Themen wie die Nutzung von Social Media für Fraueninformationseinrichtungen.

Ergänzt wurde das umfassende Programm mit einem Besuch der FrauenGenderBibliothek sowie einem frauenhistorischen Stadtrundgang.

Radiobeitrag SR 3 „Region am Nachmittag“ am 27.10.2017

Bericht Saarbrücker Zeitung am 3.11.2017

Fotogalerie:

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Kunstverkauf zugunsten der Frauen­Gender­Bibliothek Saar

Kunstverkauf zugunsten der Frauen­Gender­Bibliothek Saar

Die Saarbrücker Künstlerin Hilde Wilms hat der Frauen­Gender­Bibliothek Saar einige ihrer Werke gestiftet, um sie zugunsten der Einrichtung zu verkaufen.

Die Stücke sind in der Bibliothek ausgestellt und können zu einem Preis ab 20 Euro erworben werden. Einen kleinen Eindruck vermitteln wir hier, aber am besten kommen Interessierte vorbei und schauen sich die Schätze vor Ort an.

Herzlichen Dank an die Künstlerin und alle Käufer_innen!

Posted by petrastein in Eigene Veranstaltungen

Nachruf Kate Millett

von Ulrike Janz (Quelle: LesbenRing e. V. – Newsletter 2017/7):
Für mich als junge, gegen Gewalt an Frauen engagierte Feministin Ende der 70er Jahre war Kate Millett (geb. 1934 in Minnnesota, USA) eine der ganz Großen: Literaturwissenschaftlerin und -dozentin, Soziologin und erfolgreiche Bildhauerin, Aktivistin und radikale, später auch lesbische Feministin. Bereits 1978 gründete sie die Art Colony for Women auf ihrer Farm in Poughkeepsie im Bundesstatt N.Y. (seit 2012 The Millett Center for the Arts). Ihr theoretisches Meisterwerk (gleichzeitig Dissertation und Bestseller in den USA, dt. 1971) „Sexus und Herrschaft“ war eines der Standardwerke, das jede feministische Bücherwürmin gelesen haben musste; etwas später auch (passend zu meinem eigenen Coming out 1982) zwei autobiographische Bände, die mir das Fliegen als lesbische Bewegungsform versprachen: „Flying“ und 1989 die ebenfalls biographische „Sita – Geschichte einer Frauenbeziehung“, die mir eher als eine der weniger inspirierenden Beziehungsdramen in Erinnerung ist –  endlos unklar, zweiflerisch und sehr traurig … aber gut geschrieben. Unerfreuliche Beziehungsstrukturen auch in lesbischen Beziehungen (psychische Gewalt?) waren für sie schon früh ebenso Thema wie die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen: in „The Prostitution Papers“ 1971, „Im Basement“ 1980, in der Psychiatrie – aus eigenen gelebten und überlebten Erfahrungen schöpfend: „Der Klapsmühlentrip“, dt.1990, auch politische Gewalt: „Im Iran“, dt. 1982, und „Entmenschlicht: Versuch über die Folter“, dt. 1994. Und ebenfalls ökonomische Gewalt: 1998 brachte die TAZ eine Übersetzung eines sehr persönlichen Artikels von K.M., der überdeutlich machte, wie nah engagierte, widerständige, lesbische, durchaus „erfolgreiche“ Feministinnen der Armut (spätestens) im Alter sind. Ein 2001 erschienenes Buch über „Mother Millet“ – ihre Mutter -, ist bisher leider nicht übersetzt.
K. M. ist am 6. September in Paris mit 83 Jahren an Herzversagen gestorben; wir sollten ihre meist vergriffenen Bücher (wieder)lesen (Archive, Antiquariate, Bücherschränke von Veteraninnen), ihre immer noch hohe Aktualität bestaunen, auch bedauern und Kate Millett nicht vergessen.

Und diesen Film über sie hoffe ich bald zu sehen: „ She´s Beautiful When She´s Angry“ (2014)

Posted by petrastein in Nachruf
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