Als Mitgliedsorganisation des Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar beteiligt sich die FGBS an einer Aktion zum Safe Abortion Day am Montag, 28. September, 11-18 Uhr, St. Johanner Markt 39, 66111 Saarbrücken
Am Montag, 28. September 2026, findet der internationale Safe Abortion Day statt. Weltweit machen an diesem Tag Menschen und Organisationen auf das Recht auf einen sicheren, zugänglichen und selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch aufmerksam. Auch in Saarbrücken beteiligt sich das Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar mit einer öffentlichen Aktion.
Unter dem bundesweiten Motto „Legal, einfach, fair – für eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland“ wird das Bündnis über die aktuelle Versorgungssituation informieren und mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland und anderen Ländern, insbesondere in Frankreich und Luxemburg, rechtlich geregelt und gesundheitlich versorgt werden – und wie sich die unterschiedlichen Regelungen auf den Zugang zur Versorgung und die Selbstbestimmung auswirken.
Schwangerschaftsabbruch ist Gesundheitsversorgung
In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch weiterhin im Strafgesetzbuch geregelt. § 218 StGB stellt den Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich unter Strafe; § 218a regelt verschiedene Voraussetzungen, unter denen ein Schwangerschaftsabbruch nicht strafbar ist.
Für das Bündnis ist klar: Schwangerschaftsabbrüche gehören zur gesundheitlichen Versorgung und sollten nicht im Strafrecht geregelt sein. Entscheidend sind eine sichere medizinische Versorgung, qualifizierte Beratung, ausreichende Informationen und ein wohnortnaher Zugang – unabhängig von der persönlichen Lebenssituation oder den finanziellen Möglichkeiten.
Auch die Versorgungslage im Saarland soll bei der Aktion sichtbar gemacht werden. Denn der Zugang zu medizinischer Versorgung ist nicht allein eine Frage gesetzlicher Regelungen: Auch die Verfügbarkeit von Ärztinnen und Ärzte, Informationen und Beratungsangeboten sowie regionale und sprachliche Barrieren können eine wichtige Rolle spielen.
Der Blick über die Grenze: Saar-Lor-Lux
Als Region im Herzen Europas möchte das Bündnis beim diesjährigen Safe Abortion Day außerdem die SAAR-LOR-LUX-Perspektive in den Mittelpunkt stellen.
Wie wird der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland, Frankreich und Luxemburg rechtlich geregelt? Welche Unterschiede gibt es beim Zugang zur Versorgung? Und welche Erfahrungen aus den Nachbarländern können für die Diskussion in Deutschland relevant sein?
Gerade im Saarland bietet sich ein grenzüberschreitender Vergleich an. Das Dreiländereck macht unterschiedliche rechtliche und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen unmittelbar erfahrbar und eröffnet die Möglichkeit, über Ländergrenzen hinweg auf Versorgung, Selbstbestimmung und Frauengesundheit zu schauen.
Informieren, diskutieren und selbst aktiv werden
Bei der Aktion in Saarbrücken können sich Interessierte über die unterschiedlichen Regelungen informieren, Fragen stellen und mit den Aktiven des Bündnisses ins Gespräch kommen. Mit kreativen Mitmachaktionen wird zudem ein sichtbares Zeichen für körperliche und reproduktive Selbstbestimmung gesetzt.
Das Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar fordert:
Schwangerschaftsabbruch ist Gesundheitsversorgung – weg mit § 218!
Wann: Montag, 28. September 2026, 11–18 Uhr
Wo: St. Johanner Markt 39, 66111 Saarbrücken
Veranstalterin: Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar
Weitere Informationen zum Bündnis:
https://www.profamilia.de/angebote-vor-ort/saarland/beratungsstelle-saarbruecken/buendnis-fuer-reproduktive-selbstbestimmung-saar
Dem Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar gehören an:
Adolf-Bender-Zentrum e.V.
Alt-Katholische Pfarrgemeinde an der Saar
Antidiskriminierungsforum Saar
Forum Geschlechterforschung (Universität des Saarlandes)
Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken
FrauenGenderBibliothek Saar
Frauennotruf Saarland
Frauenrat Saarland
Fugeefilms gGmbH
LSVD Saar
Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit
Pro familia Landesverband Saarland
pro familia Neunkirchen
pro familia Saarbrücken
Einzelpersonen

