Ellen Widmaier: Spatzenkirschen

Ellen Widmaier: Spatzenkirschen

Nicht nur im Saarland wurde Ellen Widmaier besonders durch ihr bisheriges Opus Magnum, den Grenzland-Roman „Spatzenkirschen“ (Gollenstein Verlag, 2004) bekannt. Es handelt sich um die literarisch-historische Aufarbeitung eines im Kleinbli-/Großbliederstroffer Grenzraum angesiedelten Spionagefalls während der Nazizeit und dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Widmaier verarbeitet die jahrzehntelange akribische Recherche nach ihrer Familiengeschichte und deren schockierende Ergebnisse gekonnt zu einer Art historisch-literarischem Collage-Roman. Im Mittelpunkt steht die Widerstandskämpferin Marie (Kneup-Krémer), die ihr Engagement in der französischen Spionageabwehr gegen Hitler-Deutschland mit dem Leben bezahlte, sowie ihr Ehemann, ein deutscher Nazigegner, der gebrochen und krank aus dem Zuchthaus ins Saarland zurückkehrte und dem im Nachkriegsdeutschland eine angemessene Wiedergutmachung verwehrt wurde.

Der Historiker Wilfried Busemann bewertet „Spatzenkirschen“ als Roman über die Wiedergewinnung der Erinnerung und zugleich als Reflexion über deren Verweigerung. Vor allem aber ist er ein spannender und zutiefst bewegender „Heimatroman“ im besten Sinne.

Mehr auf der Website der Autorin: www.ellen-widmaier.de

 

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We proudly present: Ellen Widmaier

We proudly present: Ellen Widmaier

Die frauenfreie Jury des Gustav-Regler-Preises vergibt seit 1999 alle drei Jahre den mit 5.000 € dotierten Gustav-Regler-Preis, einen der zwei literarischen Hauptpreise des Saarlandes, in schöner Regelmäßigkeit nur an Männer (die jungen Förderpreisträger dürfen auch schon mal weiblichen Geschlechts sein).

Der Vorschlag der FrauenGenderBibliothek Saar – Ellen Widmaier – unterstützt von vielen gesellschaftlichen und literarischen Gruppierungen und Verbänden im Saarland und darüber hinaus, fand keine Berücksichtigung. Es wäre die Chance gewesen, zum ersten Mal eine Autorin, deren literarisch anspruchsvolles und vielseitiges Gesamtwerk sowohl thematische Nähe zu Gustav Regler als auch einen starken Bezug auf saarländische Geschichte aufweist, zu ehren. Vertan!

Deshalb stellen wir nun in lockerer Folge Aspekte des Werks von Ellen Widmaier vor. Heute:

Du

Jemand hat Du gesagt
in der Dürre der Nacht

der ferne Regen war`s

die Katze lauscht
dem Wachsen des Korns
hinter den Bergen

(Ellen Widmaier: dort wo wir lagen. roterfadenlyrik, Ed. Haus Nottbeck 2011)

 

Weitere Informationen zu Vita und Werk von Ellen Widmaier auf: www.ellen-widmaier.de

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Open Space für die Kunst

Open Space für die Kunst

Am Donnerstag, 27. März um 17 Uhr wird der neue OPEN SPACE für die Kunst in der FrauenGenderBibliothek eröffnet. Eine weiße Wandfläche soll zukünftig in lockerer Folge Kunstwerke hier ansässiger Künstlerinnen präsentieren.

Im Rahmen eines kleinen Eröffnungsaktes wird die Malerin Sigrid Haag eines ihrer Werke präsentieren, die Kunsthistorikerin und Galeristin Dr. Ingeborg Besch spricht über die Malerin und ihr Werk.

Parallel zeigt Sigrid Haag in der Galerie am Pavillon (Bismarckstr.10) eine größere Ausstellung ihrer Werke.

Das in der Bibliothek ausgestellte Bild von Sigrid Haag kann käuflich erworben werden.

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Zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel

VERSÖHNUNG

„Wieder ein Morgen
ohne Gespenster
im Tau funkelt der Regenbogen
als Zeichen der Versöhnung

Du darfst dich freuen
über den vollkommenen Bau der Rose
darfst dich im grünen Labyrinth
verlieren und wiederfinden
In klarerer Gestalt

Du darfst ein Mensch sein
arglos

Der Morgentraum erzählt dir
Märchen du darfst
die Dinge neu ordnen
Farben verteilen
und wieder
schön sagen

an diesem Morgen
du Schöpfer und Geschöpf“

Rose Ausländer

(Mit Dank an Maike Lüdeke-Braun und die Flüchtlingsberatungsstelle des Diakonischen Werks Lebach für diese Inspiration)

Vom 23. Dezember 2013 bis 6. Januar 2014 bleibt die FrauenGenderBibliothek Saar geschlossen.
Wir wünschen erholsame Feiertage und einen optimistischen und kraftvollen Start ins Neue Jahr 2014!

Das Team der FrauenGenderBibliothek Saar

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Literaturnobelpreis für Alice Munro

Literaturnobelpreis für Alice Munro

Sie selbst konnte an der Verleihung am 10. Dezember in Stockholm nicht teilnehmen, statt ihrer nahm ihre Tochter Jenny den Preis entgegen. Munro wuchs auf einer Silberfuchsfarm im ländlichen Ontario auf und studierte Journalismus, brach das Studium aus Geldmangel allerdings ab. Schon ihre erste Sammlung von Erzählungen, "Dance of the Happy Shades" (1968), wurde mit dem höchsten kanadischen Literaturpreis, dem Governor General's Award for Fiction, ausgezeichnet. Inzwischen hat sie für ihr umfangreiches erzählerisches Werk fast jede wichtige literarische Auszeichnung erhalten, u.a. den Giller Prize, den Book Critics Circle Award, den Man Booker International Prize und nun den Nobelpreis für Literatur.

Munro hat über 150 Kurzgeschichten und einen Roman veröffentlicht. Nach Meinung vieler hat sie die Kurzgeschichte revolutioniert In diesen Tagen erscheint ihr neuer Erzählband "Liebes Leben" (S. Fischer Verlag). Die FrauenGenderBibliothek verfügt über zahlreiche Erzählbände der Autorin, z.T. auch in englischer Originalsprache.

► Mehr zu Alice Munro

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Tag der Offenen Tür

Tag der Offenen Tür

Für alle, die die FrauenGenderBibliothek einmal in Ruhe kennen lernen möchten, mit den Mitarbeiterinnen plaudern, in Büchern stöbern wollen.

Es gibt: Kaffee und Kuchen, einen Bücherflohmarkt, einen kostenlosen Origami-Workshop, Lesungen aus Lieblingsbüchern und vieles mehr.

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Lesung „Schattengesicht“ mit Antje Wagner

Lesung „Schattengesicht“ mit Antje Wagner

Der mysteriöse Psychothriller „Schattengesicht“ von Antje Wagner wird am 2. Dezember in der FrauenGenderBibliothek vorgestellt.

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Feminismus im Internet

Feminismus im Internet

Vortrag von Helga Hansen, Im Rahmen des FrauenThemenMonat 2013: Bei den weltweiten Slutwalks gingen junge Feminist_innen auf die Straße, der #aufschrei schaffte es in deutsche Talkshows.

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Zehn »Spitzenfrauen«-Verbände fordern mehr Frauenquote im Wahlkampf

Zehn »Spitzenfrauen«-Verbände aus Wirtschaft, Forschung und Medien fordern mehr Frauenquote im Wahlkampf

Die Stimmen von Frauen entscheiden die Bundestagswahl – doch die Wahlkämpfer schert das wenig. „Unsere Forderungen werden ignoriert“, kritisiert Annette Bruhns von ProQuote Medien, „als sei Frauenpolitik nur etwas für Wahlprogramme und erschöpfe sich ansonsten im Für und Wider des Betreuungsgeldes.“

Zehn Frauenverbände üben bei der Durchsetzung der Gleichstellung in den Führungsgremien der Unternehmen sowie auf dem Arbeitsmarkt den Schulterschluss: für die Quote und für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit. Dazu zählen neben ProQuote Medien e.V. auch Branchenverbände der Juristinnen, Ingenieurinnen und Ärztinnen sowie die Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte“ (FidAR) oder der mächtige LandFrauenverband mit seiner halben Million Mitglieder.
„Frauen in Führungspositionen – das ist ein deutsches Schauermärchen am Ende einer fast ergebnislosen Legislaturperiode“, bilanziert FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow, „Wahlversprechen trösten darüber nicht hinweg“.

Bei der Aktion „Spitzenfrauen fragen Spitzenkandidaten“ am 17. Mai dieses Jahres im Bundestag versprach Kanzlerkandidat Peer Steinbrück dem Aktionsbündnis, dass die SPD nicht nur eine Quote von 40 Prozent für die Aufsichtsräte einführen wolle, sondern auch für Vorstände – und zwar bis 2017. Ursula von der Leyen (CDU) kündigte erst für 2020 eine starre Aufsichtsratsquote an. Die Spitzenkandidatinnen der Linken, Sahra Wagenknecht, und von Bündnis90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, machten sich für starre Frauenquoten stark, die ihre Parteien längst prägten – und zwar positiv.

Die Gesprächsprotokolle sind nachzulesen auf www.spitzenfrauen-fragen.de

„Wir machen weiter“, erklärt Martine Herpers von „erfolgsfaktor FRAU“: „Nach der Wahl ist auch für uns vor der Wahl“. Für den Herbst plant das Bündnis weitere öffentliche Aktionen.

Aktuelle Aussagen von Spitzenpolitikern zur Frauenführungsfrage lesen Sie unter: www.pro-quote.de/politiker.

Ansprechpartnerinnen:

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„Ein witziges, provokantes urbanes Märchen – „

„Ein witziges, provokantes urbanes Märchen – „

schreibt die New York Times über den neuen Roman der schottischen Autorin Ali Smith, „Es hätte mir genauso“. Eine Dinnerparty, ein freundlicher ungebetener Gast, Geplauder von gepflegt bis hohl, schließlich verschwindet der Gast im Gästezimmer und kommt nicht wieder heraus. Was dann folgt, ist ein Alptraum für die recht konventionellen Gastgeber, ein Happening für die Umgebung, die den Eingeschlossenen bald wie einen Guru verehrt, eine amüsante und entlarvende Gesellschaftssatire für uns LeserInnen. Am Ende verschwindet der Unbekannte, und nichts ist, wie es war.

Das liegt daran, wie Ali Smith diese Geschichte erzählt, und wie sie mit Sprache spielt, Klischees und Erwartungshaltungen enttäuscht, wie sie mit verschiedenen Perspektiven jongliert. Da gibt es zum Beispiel Anna, deren Name im Adressbuch des Gastes steht. Anna soll helfen, den gast loszuwerden, aber sie erinnert sich gar nicht mehr an den Mann, der ihr vor 30 Jahren über den Weg lief. Mark, den alle für seinen schwulen Freund halten, weiß auch nichts über ihn, eine alte kranke Frau hat dagegen eine ganz besondere Beziehung zu ihm. Und dann ist da noch Brooke, ein neunjähriges Mädchen, das neunmalklug an vielen verschlossenen Türen rüttelt.

„Die in Cambridge lebende ehemalige Literaturdozentin Ali Smith entwirft ein absurdes Gesellschaftspanorama, in dem das altkluge Mädchen über seine Hautfarbe nachdenkt, Homophobie freundlich zum Kaffee gereicht wird und – ein Höhepunkt der Geschichte – die Befreiung der alten Frau aus dem Krankenhaus nicht ohne Darmentleerung an ungeeigneter Stelle stattfindet. Erst am Ende des Romans kann man die erzählerischen Fäden zusammenknüpfen, die Ali Smith höchst virtuos und klug ausgelegt hat. “ (Manuela Reichhart, kulturradio rbb)

Ali Smith ist auch Autorin von „Girl Meets Boy“ und „Die Zufällige“.

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