Buchvorstellung Angela Steidele: „Anne Lister. Eine erotische Biographie“

Buchvorstellung Angela Steidele: „Anne Lister. Eine erotische Biographie“

Buchpräsentation

Die FrauenGenderBibliothek Saar und das Queer-Referat des AStA der Universität des Saarlandes laden am Freitag, 8. Dezember 2017, um 18:00 Uhr zur Buchpräsentation „Anne Lister. Eine erotische Biographie“ von Angela Steidele in die FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Str. 111, 66121 Saarbrücken ein.

Das Buch:
„Anne Lister. Eine erotische Biographie“ von Dr. Angela Steidele

»Ich liebe die Frauen, und sie lieben mich auch.«
Anne Lister, 1816

Wäre sie ein Mann gewesen, müsste man sie Frauenheld nennen, Schwerenöter oder Heiratsschwindler, Lüstling, Wüstling oder einfach nur Schuft:
Frauen pflasterten ihren Weg. Anne Lister (1791–1840) betete sie an, begehrte, belog und betrog sie, ging ihnen an die Wäsche und ans Geld.
Noch unerhörter als ihr Liebesleben sind ihre Tagebücher: In pornografischer Deutlichkeit schildert die englische Landadlige ihre zahllosen Abenteuer, mal liebeskrank, mal zynisch, so fesselnd wie obszön, so verstörend wie amüsant. Anhand dieser einmaligen Quellen zeichnet Angela Steidele erstmalig das faszinierende Porträt einer schillernden Persönlichkeit, die allen Vorstellungen vom keuschen präviktorianischen Zeitalter widerspricht.
Staunenswert, kurios, entwaffnend und hocherotisch.

Die Autorin:
Dr. Angela Steidele, geb. 1968, erforscht und erzählt Liebesgeschichten. Sie veröffentlichte u. a. In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel, hingerichtet 1721 (2004); Geschichte einer Liebe. Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens-Schaaffhausen (2010) und Rosenstengel. Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II. (2015) und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. In ihren Büchern »darf gedacht und gelacht werden« (Jury des Bayerischen Buchpreises).

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

In Kooperation mit:


Bildinfo Portrait: Angela Steidele für Verlag Matthes & Seitz by Ben Chislett Photography


Weitere Infos:
Ein Beitrag vom 27.10.2017 zu „Anne Lister“ im Deutschlandfunk

Fernsehinterview bei ARD „Druckfrisch“ am 26.11.2017 um 23:35 Uhr und danach in der Mediathek

 

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Vortrag zu Frauenwohnprojekten

Vortrag zu Frauenwohnprojekten

Gemeinschaftliche Frauenwohnprojekte – eine reizvolle Alternative zum individuellen Wohnen?

Warum immer mehr Frauen in einem Wohnprojekt mit Frauen einen „Neubeginn“ wagen.

Vortrag und Lesung von Prof’in i.R. Dr. Ruth Becker und Eveline Linke
am Donnerstag, 30. November 2017, um 18:30 Uhr
in der FrauenGenderBibliothek Saar.

Ausgehend von der Geschichte des familienunabhängigen Wohnens von Frauen zeigen die Referentinnen, wie sich die heutigen Wohnprojekte, insbesondere aus den Frauenbewegungen heraus, entwickelt haben und lesen aus ihrem 2015 erschienenen Buch „Mehr als schöner wohnen. Frauenwohnprojekte zwischen Euphorie und Ernüchterung“.

Sie berichten über die mit den Projekten verbundenen Erwartungen, Wünsche und Erfahrungen. Was beflügelt die Initiatorinnen, was reizt die späteren Bewohnerinnen? Was ist realisierbar und für wen eignen sich die Projekte? Welche Hindernisse, Grenzen und Konfliktquellen treten auf? Wie sind die weitreichenden politisch-feministischen Ziele der Initiatorinnen umsetzbar und welchen Einfluss üben InvestorInnen und PolitikerInnen aus, auf deren Unterstützung die Projektinitiativen angewiesen sind?

Grundlage des Vortrags sind umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten, eigene Projekterfahrungen sowie die Befragung von 40 Bewohnerinnen in neun autonomen Frauenwohnprojekten in Deutschland.
Ruth Becker ist Ökonomin und (pensionierte) Professorin für „Frauenforschung und Wohnungswesen“ an der TU Dortmund.

Eveline Linke, Architektin, hat eines der ersten Frauenkulturzentren der zweiten Frauenbewegung (mit integriertem Frauenwohnprojekt) mitbegründet.

Der Vortrag findet im Rahmen des FrauenThemenMonat der Landeshauptstadt Saarbrücken statt.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Veranstaltungsort, weitere Infos und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog- Friedrich- Str. 111, 66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Frauen Gender Bibliothek Saar

Zusatzinfos zu Publikationen:

Ruth Becker, Eveline Linke (2015): Mehr als schöner Wohnen. Frauenwohnprojekte zwischen Euphorie und Ernüchterung. Ulrike Helmer Verlag, 258 Seiten, ISBN 978-3-89741-379-5. 19,95 €

Ruth Becker (2009): Frauenwohnprojekte – keine Utopie. Ein Leitfaden zur Entwicklung autonomer Frauen(wohn)räume mit einer Dokumentation realisierter Projekte in Deutschland. Studien Netzwerk Frauenforschung NRW Nr. 3 (582 Seiten, 10 €).

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Bericht zur Fachtagung des i.d.a.-Dachverbandes mit Vorstellung des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Bericht zur Fachtagung des i.d.a.-Dachverbandes mit Vorstellung des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Fachtagung in Saarbrücken diskutierte Herausforderungen der Digitalisierung von feministischen Sammlungen – Frauenministerin unterstützt digitale Aufarbeitung der Frauenbewegung im Saarland

Am 29.10.2017 ging die 52. Fachtagung der Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen zu Ende, die in diesem Jahr auf Einladung der FrauenGenderBibliothek vom 27. – 29. Oktober 2017 in der Jugendherberge in Saarbrücken stattgefunden hat. Unter der Überschrift „Frauenbewegung als Teil des kulturellen Gedächtnisses – Feministische Gedächtnisinstitutionen im digitalen Zeitalter“ sind rund 60 Delegierte deutschsprachiger Fraueninformationseinrichtungen zusammen gekommen, um sich auszutauschen, fortzubilden und gemeinsame Projekte, allen voran das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF), weiter zu entwickeln.

Die Tagung begann am Freitag, 27. Oktober, mit einem öffentlichen Fachgespräch. Zu diesem waren ca. 100 Interessierte, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen und Zeitzeuginnen gekommen, um die Herausforderungen, aber auch die Bedeutung der (digitalen) Aufarbeitung der Archivmaterialien der deutschen Frauenbewegung zu diskutieren. Einigkeit herrschte über die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieser Arbeit, die die Fraueninformationseinrichtungen initiiert haben. Einigkeit herrschte auch über die Notwendigkeit einer nachhaltigen finanziellen Förderung dieser Arbeit. Die Frauenbewegung(en) haben relevante gesellschaftliche Entwicklungen angestoßen und beeinflusst. Dieses Wissen soll einerseits nicht in Vergessenheit geraten und andererseits für alle leicht zugänglich sein.

Durch eine Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Höhe von 4 Millionen Euro kann aktuell das Onlineportal zum Digitalen Deutschen Frauenarchiv aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang wurden auch die Ergebnisse des saarländischen Teilprojektes des DDF erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele Gäste im Publikum haben die intensiven Jahre der autonomen Frauenbewegung im Saarland in den 70er und 80er Jahren selbst mit gestaltet und zeigten sich von der Idee begeistert, dass dieses Engagement nun als Teil der Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland dokumentiert wird. Dank einer Anschlussfinanzierung von Frauenministerin Bachmann wird es der FrauenGenderBibliothek ermöglicht, die saarländischen Archivmaterialien möglichst lückenlos aufzuarbeiten und dem Bundes-Portal zuzuführen.

Im weiteren Verlauf der Tagung des i.d.a.-Dachverbandes der Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen ging es in verschiedenen Arbeitsgruppen um konkrete Fachaspekte der Archivierung, um Rechtefragen bei der Digitalisierung, um den Start des Onlineportals im Herbst 2018, aber auch um allgemeinere Themen wie die Nutzung von Social Media für Fraueninformationseinrichtungen.

Ergänzt wurde das umfassende Programm mit einem Besuch der FrauenGenderBibliothek sowie einem frauenhistorischen Stadtrundgang.

Radiobeitrag SR 3 „Region am Nachmittag“ am 27.10.2017

Bericht Saarbrücker Zeitung am 3.11.2017

Fotogalerie:

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Kunstverkauf zugunsten der Frauen­Gender­Bibliothek Saar

Kunstverkauf zugunsten der Frauen­Gender­Bibliothek Saar

Die Saarbrücker Künstlerin Hilde Wilms hat der Frauen­Gender­Bibliothek Saar einige ihrer Werke gestiftet, um sie zugunsten der Einrichtung zu verkaufen.

Die Stücke sind in der Bibliothek ausgestellt und können zu einem Preis ab 20 Euro erworben werden. Einen kleinen Eindruck vermitteln wir hier, aber am besten kommen Interessierte vorbei und schauen sich die Schätze vor Ort an.

Herzlichen Dank an die Künstlerin und alle Käufer_innen!

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Nachruf Kate Millett

von Ulrike Janz (Quelle: LesbenRing e. V. – Newsletter 2017/7):
Für mich als junge, gegen Gewalt an Frauen engagierte Feministin Ende der 70er Jahre war Kate Millett (geb. 1934 in Minnnesota, USA) eine der ganz Großen: Literaturwissenschaftlerin und -dozentin, Soziologin und erfolgreiche Bildhauerin, Aktivistin und radikale, später auch lesbische Feministin. Bereits 1978 gründete sie die Art Colony for Women auf ihrer Farm in Poughkeepsie im Bundesstatt N.Y. (seit 2012 The Millett Center for the Arts). Ihr theoretisches Meisterwerk (gleichzeitig Dissertation und Bestseller in den USA, dt. 1971) „Sexus und Herrschaft“ war eines der Standardwerke, das jede feministische Bücherwürmin gelesen haben musste; etwas später auch (passend zu meinem eigenen Coming out 1982) zwei autobiographische Bände, die mir das Fliegen als lesbische Bewegungsform versprachen: „Flying“ und 1989 die ebenfalls biographische „Sita – Geschichte einer Frauenbeziehung“, die mir eher als eine der weniger inspirierenden Beziehungsdramen in Erinnerung ist –  endlos unklar, zweiflerisch und sehr traurig … aber gut geschrieben. Unerfreuliche Beziehungsstrukturen auch in lesbischen Beziehungen (psychische Gewalt?) waren für sie schon früh ebenso Thema wie die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen: in „The Prostitution Papers“ 1971, „Im Basement“ 1980, in der Psychiatrie – aus eigenen gelebten und überlebten Erfahrungen schöpfend: „Der Klapsmühlentrip“, dt.1990, auch politische Gewalt: „Im Iran“, dt. 1982, und „Entmenschlicht: Versuch über die Folter“, dt. 1994. Und ebenfalls ökonomische Gewalt: 1998 brachte die TAZ eine Übersetzung eines sehr persönlichen Artikels von K.M., der überdeutlich machte, wie nah engagierte, widerständige, lesbische, durchaus „erfolgreiche“ Feministinnen der Armut (spätestens) im Alter sind. Ein 2001 erschienenes Buch über „Mother Millet“ – ihre Mutter -, ist bisher leider nicht übersetzt.
K. M. ist am 6. September in Paris mit 83 Jahren an Herzversagen gestorben; wir sollten ihre meist vergriffenen Bücher (wieder)lesen (Archive, Antiquariate, Bücherschränke von Veteraninnen), ihre immer noch hohe Aktualität bestaunen, auch bedauern und Kate Millett nicht vergessen.

Und diesen Film über sie hoffe ich bald zu sehen: „ She´s Beautiful When She´s Angry“ (2014)

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Menschenkette gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Menschenkette gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Menschenkette zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen:
Licht ins Dunkel – Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Samstag, 25. November 2017, 17 Uhr
Tbilisser Platz über Alte Brücke

Zu diesem Gedenktag setzt das FrauenForum Saarbrücken mit einer Lichterkette ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
Es wendet sich gegen jede Form der Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen.
Alle – Frauen wie Männer – sind herzlich dazu eingeladen, sich zu beteiligen und diese Menschenkette ein Stück zu erweitern und die Anliegen damit sichtbarer zu machen.
Die Lichter werden vom FrauenForum gestellt. Außerdem werden Informationen verteilt.

Treffpunkt: Alte Brücke, Saarbrücken
(direkt am Tbilisser Platz am Staatstheater)

Teilnahme: kostenlos

VeranstalterInnen: FrauenForum Saarbrücken

Weitere Infos und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar (als Mitglied des FrauenForum Saarbrücken)
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de

Licht ins Dunkel_2017_Postkarte zum Download

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Workshop: Migrantinnen „schaffen“ das

Workshop: Migrantinnen „schaffen“ das

Migrantinnen „schaffen“ das.
Workshop am Freitag, 10. November 2017, von 17 bis 19 Uhr im Bürgerzentrum Mühlenviertel, Richard-Wagner-Straße 6, Saarbrücken.
Der Workshop mit zusätzlichem Kurzvortrag einer Juristin vermittelt Tipps für Migrantinnen zum erfolgreichen Einstieg in den saarländischen Arbeitsmarkt.
Das Wissen um die eigenen Rechte hilft selbstbewusst aufzutreten. Einblicke in die Praxis der Personalauswahl von Unternehmen erleichtern eine erfolgreiche Bewerbung.
Migrantinnen können direkt von diesen Informationen profitieren, Ehrenamtler_innen können das nützliche Wissen weiter geben.
Das Angebot richtet sich an Frauen aller Nationalitäten, die auf dem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt sind und an Ehrenamtliche, die diese Frauen unterstützen.
Referentinnen:
– Karin Straub: Trainerin & Coach für Mitarbeiterführung und Kommunikation, www.karin-straub.de
– Christina Giannoulis: Juristin, Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt, Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration, htwsaar / fitt gGmbH
Veranstalterinnen:
– Netzwerk ANKOMMEN Saar
– Projekt MiNET der FrauenGenderBibliothek Saar
– Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken
Das Projekt MiNET Saar ist ein Teilprojekt des IQ-Landesnetzwerks Saarland in Trägerschaft der FrauenGenderBibliothek Saar.
Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
Der Workshop findet im Rahmen des FrauenThemenMonat der Landeshauptstadt Saarbrücken statt.
Um Anmeldung wird gebeten unter minet-saar@frauengenderbibliothek-saar.de.
Foto: Tandempaare(c)kvinfo
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Vorstellung Digitales Deutsches Frauenarchiv im Saarland

Vorstellung Digitales Deutsches Frauenarchiv im Saarland

Fachtagung diskutiert Herausforderungen der Digitalisierung von feministischen Sammlungen

„Frauenbewegung als Teil des kulturellen Gedächtnisses – Feministische Gedächtnisinstitutionen im digitalen Zeitalter“ ist das Thema der 52. Fachtagung der Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und –dokumentationsstellen vom 27. – 29. Oktober 2017 in Saarbrücken.

Auf Einladung der Saarbrücker FrauenGenderBibliothek werden sich rund 60 Delegierte deutschsprachiger Fraueninformationseinrichtungen über den erfolgreichen Onlinegang der bundesweiten feministischen Datenbank META sowie den geplanten Auftritt des Portals „Digitales Deutsches Frauenarchiv“ (DDF) austauschen.
Am Freitag, dem 27. Oktober 2017, wird die Tagung um 13:00 Uhr mit einem Grußwort von Ministerin Bachmann eröffnet. Eine Präsentation des geplanten Digitalen Deutschen Frauenarchivs schließt sich an. Abschließend diskutieren die Kasseler Historikerin Dr. Kerstin Wolff (Archiv der Deutschen Frauenbewegung), die Parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner, Dr. Annette Keinhorst (Vorstand FrauenGenderBibliothek Saar) sowie saarländische Politikerinnen die Herausforderungen der Digitalisierung und das im Aufbau befindliche Online-Portal zur Frauenbewegung.
Die Geschichte der Frauenbewegung(en) ist Teil der Zeitgeschichte. Ihre Zeugnisse und Hinterlassenschaften werden seit Jahrzehnten von Frauenarchiven und Frauenbibliotheken in der ganzen Welt gesammelt und für die Nachwelt erhalten. Im deutschsprachigen Raum steht der Dachverband „i.d.a. – informieren, dokumentieren, archivieren“ mit seinen rd. 40 Mitgliedseinrichtungen für den Erhalt dieses kulturellen Erbes unseres Landes. Ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit rund vier Millionen Euro gefördertes Projekt baut nun seit Ende 2016 das Fachportal „Digitales Deutsches Frauenarchiv“ mit Informationen, Beständen und Originaldokumenten der Frauenbewegungen in Deutschland auf. Auch die FrauenGenderBibliothek Saar ist am Aufbau des Fachportals beteiligt und steuert Informationen zur regionalen Frauenbewegung, digitalisierte Originaldokumente wie Plakate, Fotos und Flugblätter und Biografien bedeutender Aktivistinnen bei.

Die Eröffnungsveranstaltung (27.10.2017, 13 – 16 Uhr) ist öffentlich und kostenfrei und findet in der Saarbrücker Jugendherberge, Meerwiesertalweg 31, statt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.frauengenderbibliothek-saar.de, info@frauengenderbibliothek-saar.de, Tel. 0681-9388023
www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de

Einladungsflyer und Programm zum Download

 

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Buchvorstellung Anja Röhl: „Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike Meinhof“

Buchvorstellung Anja Röhl: „Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike Meinhof“

„Kind sein heißt allein sein, schuld sein, essen müssen, schlafen müssen, brav sein müssen. Kind sein heißt, sich nicht wehren zu können.“
So erlebt die Autorin Anja Röhl ihre Kindheit in den 1950er und 60er Jahren. Im Arbeiterviertel Hamburg-Barmbek herrscht die Dumpfheit der Nachkriegszeit. Die Mutter, als geschiedene Alleinerziehende geächtet, ist erst spätabends zu Hause; der Vater, übergriffig und manipulierend, aber von der linken Schickeria hofiert, kommt nur unzuverlässig; die Altnazi-Großeltern bieten bei kurzen Besuchen noch die meiste Wärme.
Doch als sie fünf Jahre alt ist, stellt ihr Vater, der Konkret-Verleger Klaus Rainer Röhl, ihr seine neue Freundin vor: Ulrike Meinhof.
Für Anja ist sie die einzige Erwachsene, die sie wirklich versteht, die gegen den Vater für sie Partei ergreift, bei der sie keine Angst haben muss vor Strafe und bei der sie sich zugehörig fühlt.
Die Dankbarkeit für diese Erfahrung prägt auch die Beziehung zu Ulrike Meinhof nach deren Trennung von Mann und Kindern. Anja Röhl bleibt ihr verbunden, besucht sie im Gefängnis, schreibt ihr Briefe, allen Anfeindungen zum Trotz und obwohl sie Ulrikes politische Positionen nicht teilt. Ein Dokument der Zeit- und Mentalitätsgeschichte der frühen Bundesrepublik, aus der Perspektive eines Mädchens erzählt.
Anja Röhl liest aus ihrem Buch und beantwortet Fragen aus dem Publikum.
Eine Veranstaltung der Peter Imandt Gesellschaft/Rosa Luxemburg Stiftung Saarland in Kooperation mit der FrauenGenderBibliothek Saar und „Der Buchladen“ Saarbrücken

Hinweis: das Kino achteinhalb zeigt am Freitag, 27. Oktober 2017 um 20 Uhr den Film „Bambule“ von Ulrike Meinhof. Zuvor wird Peter Weinmann von der „Anlaufstelle für Selbstbestimmt Leben“, Saarbrücken in das Thema einführen. Eine gute Ergänzung zum Buch und zur Lesung!
Foto: (c) Verlag Nautilus
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Frauenhistorischer Stadtrundgang in Saarbrücken am 9.9. und 14.10.2017 (ausgebucht)

Frauenhistorischer Stadtrundgang in Saarbrücken am 9.9. und 14.10.2017 (ausgebucht)

Am Samstag, 9. September und 14. Oktober 2017, jeweils um 14 Uhr lädt die FrauenGenderBibliothek Saar zu einem frauenhistorischen Stadtrundgang mit der Kunsthistorikerin Ruth Bauer ein.

Los geht es am Schlossplatz, wo Sie Interessantes über die von hier aus regierenden Gräfinnen und Fürstinnen und ihre Bedeutung für die Stadt und deren Entwicklung erfahren. Weiter führt der Spaziergang zum Ludwigsplatz mit Themen wie Maitressenwesen oder Frauen im Zuchthaus. Über die Saar geht es dann Richtung St. Johanner Markt. Auf dem Weg dorthin erfahren Sie, dass es in Saarbrücken die erste und einzige Grubendirektorin ganz Preußens gab oder wo sich Frauen von „unbescholtenem Ruf“ besser nicht aufhielten. Sollten Zeit und Elan noch ausreichen, erfahren Sie am Postgebäude und am Rathaus, wie mühsam sich die Arbeit des „Fräuleins vom Amt“ gestaltete.

Details:

Samstag, 9. September 2017, 14-16 Uhr (ausgebucht)
Samstag, 14. Oktober 2017, 14-16 Uhr (ausgebucht)

Treffpunkt: Schlossplatz Saarbrücken
Teilnahmegebühr: 7 Euro (kostenlos für Fördermitglieder der FrauenGenderBibliothek Saar)

Anmeldungen bis zum Erreichen der maximalen Teilnehmer_innenzahl von 20 Personen an info@frauengenderbibliothek-saar.de
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Straße 111
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Frauen Gender Bibliothek Saara

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