Neu im Bestand: Standardwerk der Ur- und Frühgeschichtsforscherin Marie E.P. König

Neu im Bestand: Standardwerk der Ur- und Frühgeschichtsforscherin Marie E.P. König

Dank einer Spende können wir das Standardwerk der Ur- und Frühgeschichtsforscherin Marie E.P. König in unseren Bestand aufnehmen und damit eine Lücke schließen:
Marie E.P.König: Am Anfang der Kultur. Die Zeichensprache des frühen Menschen, Gebr. Mann Verlag Berlin, 1973 – mit Original-Unterschrift der Autorin!
Die Erinnerung an diese Ausnahme-Wissenschaftlerin wachzuhalten, beschäftigt die FGBS schon seit langem:
Dr. Annette Keinhorst, Vorständin, veröffentlichte im DDF ein Essay zu Marie E.P.König: Eine Forscherin auf der Suche nach dem (weiblich geprägten) Anfang der Kultur, das war die Saarbrückerin Marie E. P.König, deren Thesen in der Neuen Frauenbewegung großen Anklang fanden: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/marie-ep-koenig

Auch bei den Vorschlägen zur Straßenbenennung nach Frauen ist Marie E.P. König dabei:  FrauenSichtenGeschichte (Hrsg.): … wegweisend. Mehr FrauenStraßenNamen für Saarbrücken! 2. Aufl. 2011, S. 28

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Buchrezension von Feministisches Lesen zu “Mädchen, Frau etc.“ von Bernardine Evaristo

Buchrezension von Feministisches Lesen zu “Mädchen, Frau etc.“ von Bernardine Evaristo

Die FrauenGenderBibliothek Saar präsentiert eine Rezension von www.feministischeslesen.de zu “Mädchen, Frau etc.“ von Bernardine Evaristo. Der Roman steht bei uns zur Ausleihe bereit.

Rezension von Luca:

„Mädchen, Frau etc.“ von Bernardine Evaristo

Die Autorin unseres Maibuches wurde 1958 als viertes von acht Geschwistern geboren. Ihre Eltern sind aus England und Nigeria. Evaristo hat schon eine ganze Karriere als Schriftstellerin aufs Parkett gelegt. „Mädchen, Frau etc.“ ist ihr achter Roman. Neben diesen Büchern, schrieb sie bereits zahlreiche Essays und ist journalistisch tätig. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Ehemann in London.

Nicht überraschend also, dass Evaristo den beliebten Booker Prize im Jahr 2019 gewann. Die Auszeichnung ist die bedeutendste im englischsprachigen Raum. Gekürt wird seit 1969 jährlich der beste englischsprachige Roman, der im Vereinten Königreich veröffentlicht wurde. Die Autorin ist die erste Schwarze Autorin, die den Preis entgegennehmen durfte. Mittlerweile ist ihr Roman in über 50 Sprachen übersetzt.

Zum Buch

Der Roman widmet sich in fünf Kapiteln den Leben von zwölf Schwarzen Frauen (Spoiler: Es wird auch die Geschichte einer nicht-binären Person erzählt). Diese werden in den ersten vier Kapiteln in ähnlicher Manier vorgestellt. Als lesende Person bekommt man immer einen Einblick in das aktuelle Alltagsleben dieser Frauen. Außerdem wird ihre Kindheit, manchmal sogar die Geschichte ihrer Eltern erzählt. Spannend wird es nicht nur durch die unvergleichlichen Lebenswege, die man in den einzelnen Kapiteln begleiten darf, sondern durch die direkte oder indirekte Verknüpfung dieser Geschichten zu einem Gesamtkontext. Das letzte Kapitel schließt an die erste erzählte Perspektive an, bildet somit einen wunderbaren Rahmen um das Buch, macht aber auch möglich, dass sich eine Großzahl der Charaktere in einem Raum gegenübersteht. Für mich also sowas wie der finale Showdown des Buches.

Aber erst mal zurück zum Anfang. Nach und nach öffnen sich Wege zwischen den Leben der Frauen. Dabei ist eine Struktur zu erkennen. In jedem der vier ersten Kapitel, werden jeweils drei Geschichten erzählt. Zwei davon immer die Erzählweise von Mutter und Tochter. Dabei wird mal der Mutter, mal der Tochter der Vortritt gelassen. Besonders aufregend an dieser Schreibweise ist, dass man die Charaktere vielseitig beleuchten kann. Im Gegensatz zu Romanen mit einer einzelnen Perspektive, ist es hier nicht nötig auf das Erzählte als absolute Wahrheit zu vertrauen. Ich habe im Verlauf der knapp 500 Seiten realisiert, dass mir jede Geschichte nur einen Blickwinkel bietet und dass dieser durch eine weitere Sichtweise in Frage gestellt, bestätigt oder sogar negiert werden kann. Dazu kommt, dass diese Erzählweise es ermöglicht, Sympathie oder Antipathie mit den Figuren zu empfinden. Faszinierend dabei auch, wie die gleiche Situation von unterschiedlichen Generationen wahrgenommen wird.

Dass diese Prägung in die Leben der Charaktere mit hineinspielt zeigt das Buch hervorragend. Es gibt Kontexte, da merkt man, dass versucht wird sich in die weiße Lebenswirklichkeit einzugliedern. Hier wird es gern gesehen, wenn die Familie, Generation für Generation dem vermeintlichen westeuropäischen Schönheitsideal immer näher rückt. Genauso gibt es aber auch die Erzählweisen, in denen es verletzend ist, wenn sich die Tochter von der eigenen kulturellen Herkunft entfremdet.

Ein Merkmal, welches das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis für mich gemacht hat, ist der Fakt, dass die Autorin nicht nur die Hauptcharaktere immer wieder in andere Kontexte einfließen lässt, sondern auch die Nebencharaktere. Als lesende Person hatte ich das Gefühl auch sie besser kennenzulernen. Außerdem bieten sie nochmals Verknüpfungspunkte zwischen den unterschiedlichen Lebensgeschichten.

Da es so viele Überschneidungen gibt, kann es jedoch irgendwann etwas kompliziert werden mitzukommen wer denn da jetzt mit wem, wie verwandt oder befreundet ist. Dazu kommt, dass sich diese Querverbindungen über die ganzen 500 Seiten erstrecken. Wir haben uns also am Ende des Buches ganz klassisch eine Personenkonstellation gemacht, um einen Überblick zu erhalten.

Warum ist „Mädchen, Frau etc.“ ein feministischer Roman?

Dadurch, dass die Charaktere so unterschiedlich gestrickt sind, sind die Themenfelder, die aufgegriffen werden, ähnlich vielfältig. Wie oben bereits erwähnt spielen Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen eine Rolle. Darüber hinaus finden sich aber durchaus auch noch andere feministische Themenkomplexe wieder. Ein Kapitel widmet sich so zum Beispiel dem Thema toxische Beziehung. Interessant daran für mich vor allem, dass nicht das klassische Bild einer heterosexuellen Beziehung widergespiegelt wird, in der der Mann der Aggressor ist. Hier handelt es sich nämlich um eine lesbische Beziehung.

Neben diesem sehr lesenswerten Kapitel, gab es noch eins, was besonders meine Aufmerksamkeit erregt hat. Überschrieben ist es mit dem Titel „Megan/Morgan“, fällt damit schon auf, da alle anderen nur mit einem einzigen Namen benannt sind. Diese Geschichte widmet sich dem Leben einer non-binären Person. Neben zahlreichen trans Thematiken, die erläutert werden (Morgan verortet sich im trans Spektrum), ist es vor allem die Sprache, die ich als bemerkenswert empfand. Im Kapitel wird nämlich das genderneutrale Pronomen „sier“ benutzt. Natürlich nur angebracht, da Morgan non-binär ist, für mich aber dennoch etwas Besonderes, da es das erste Mal ist, dass ich sier angewandt in einem Roman zu sehen bekam. Evaristo schafft so eine vermeintliche Hürde ab.

Generell sind die Menschen im Buch sehr divers. Yazz, die zweite Perspektive des Buches, ist das Kind einer lesbischen Frau und eines schwulen Mannes (übrigens so ziemlich der einzige Mann, dessen Sichtweise im Buch geschildert wird). Morgan ist in einer Beziehung mit einer trans Frau, und auch das Thema Polyamorie findet in einem Kapitel kurz Erwähnung. Extrem angenehm zu lesen, denn auch hier findet sich keine stereotypische Darstellung, kein Gefühl von Konstruktion kommt auf. Sexualität wird nicht als in Stein gemeißelt beschrieben, sondern als etwas „Fließendes“. So kommt es, dass Bummi mit Mitte 50 zum ersten Mal in Erwägung zieht, dass sie auch romantische Gefühle für eine andere Frau entwickeln kann. Ihrer Tochter verrät sie von ihrer Beziehung jedoch nichts, denn die ist sehr konservativ eingestellt, würde sie also nicht verstehen. Auch hier werden die klassischen Rollenbilder umgedreht.

Unser Fazit zu „Mädchen, Frau etc.“

Auch unser Austausch nach dem Lesen des Buches gestaltete sich anders, als wir es normalerweise angehen. Anstatt einzelne Stellen herauszusuchen und uns über markierte Passagen zu unterhalten, lag unser Fokus auf etwas anderem. Wir waren viel interessierter daran zu erfahren, wem welcher Charakter am besten gefallen hat und warum das so war. Wir haben uns über die Beziehungen der Menschen in diesem Buch unterhalten, als seien es Freund*innen oder Bekannte aus unserem Umfeld. So lebhaft und echt sind die Figuren gestaltet.

Die Form des Romans war ein weiterer Punkt, den wir nicht auslassen konnten. Da es keine Interpunktion und somit auch keine Großbuchstaben am Satzanfang gibt, ist der Lesefluss am Anfang erst mal gestört. Als lesende Person muss man sich daran gewöhnen, wie die „radical experimental novel“, wie die Autorin den Roman selbst nennt, geschrieben ist. Aber hat man sich daran gewöhnt, sorgt die Form wohl für ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Buches

Das Ende des Buches kommt in die Kategorie „too good to be true“, aber irgendwie macht es der positiven Leseerfahrung keinen Abbruch. Man freut sich mit den Figuren, leidet mit ihnen, also wünscht man sich ein Happy End für alle von ihnen. So schlug ich das Buch mit einem warmen Gefühl in der Magengrube zu. Ich kann nicht anders, als eine klare Leseempfehlung auszusprechen. Für wen? Für alle.

„Man wünscht sich für jede einzelne Person ein eigenes Buch.“ , so das Fazit von unserem Buchclubmitglied Natalie. Da habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

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Buchrezension von Boob Books zu “Kindheit – Teil 1 der Kopenhagen-Trilogie” von Tove Ditlevsen

Buchrezension von Boob Books zu “Kindheit – Teil 1 der Kopenhagen-Trilogie” von Tove Ditlevsen

Die FrauenGenderBibliothek Saar präsentiert eine Rezension von www.boobbooks.de zu “Kindheit – Teil 1 der Kopenhagen-Trilogie” von Tove Ditlevsen. Alle drei Bücher der Trilogie stehen bei uns zur Ausleihe bereit.

Rezension von Marieke Fiala:

Worum geht’s?
Die kleine Tove wächst in Kopenhagens Arbeitermilieu der 1920er Jahre auf. Zusammen mit ihrem älteren Bruder Edvin und ihren Eltern lebt sie auf engstem Raum, ohne Privatsphäre. Die gesellschaftlichen Normen beeinflussen ihr Leben ungemein, denn sie weiß, dass sie als Frau* nicht den gleichen Stellenwert wie ein Mann* hat, dass ihr Lebensweg von ihren Eltern bestimmt wird. Trotzdem träumt sie von einer Karriere als erfolgreiche Dichterin und beginnt, heimlich Gedichte zu schreiben.

“Irgendwann möchte ich all die Wörter aufschreiben, die mich durchströmen. Irgendwann werden andere Menschen sie in einem Buch lesen und sich darüber wundern, dass ein Mädchen doch Dichter werden konnte.” (Tove Ditlevsen „Kindheit“)

Gelesen auf: Deutsch
Nase zwischen den Seiten: 3 Abende
Seitenanzahl: 120
Preis: 18,00€ (D)
Erschienen im Januar 2021 beim Aufbau Verlag
ISBN: 978-3-351-03868-7

Tipps & Tits
Das Nachwort der Übersetzerin Ursel Allenstein gibt einen guten Einblick in die Biografie der Autorin, der mir sehr gut gefallen hat! Er macht auch Lust auf die nächsten zwei Teile der Kopenhagen-Trilogie Jugend und Abhängigkeit.

Boobscore: 4 von 5 Boobs ( ) ( ) ( ) ( )

Kindheit ist kurz und trotzdem voller spannender Themen, erzählt aus der Sicht eines kleinen Mädchens, das in einer Welt aufwächst, in der die Ungleichheit von Männern* und Frauen* Alltag ist und das eigene Leben von den Eltern bzw. der Gesellschaft bestimmt wird. Dass eine Frau* Schriftstellerin werden könnte, ist in dieser Welt nicht vorgesehen. Die kleine Tove liest und schreibt heimlich, ist anders als alle anderen. Sie sucht nach der Liebe ihrer Mutter, nach Anerkennung ihres Bruders – und vor allem nach dem eigenen Glauben an sich und ihr Talent. Ich habe das Buch eher in kleinen Etappen gelesen, da ich oft innegehalten, nachgedacht und mich selbst wiedererkannt habe.

Es wirkt nicht wie ein gezielt feministisches Buch, eher schreibt Tove Ditlevsen, die in Dänemark eine wichtige Vertreterin und Vorreiterin eines unabhängigen Lebens der Frauen* war, schlicht und einfach über ihre eigenen Erlebnisse. Schon als Kind scheint sie verfestigte soziale Konstrukte hinterfragt zu haben, was im Buch durch die „kindlich naive“ Schreibweise auf eine unverfängliche und ehrliche Art eines jungen Mädchens meiner Meinung nach dennoch, oder gerade deshalb, sehr intensiv vermittelt wird.

Literarisches Feuerwerk?
Mir gefiel der Schreibstil von Tove Ditlevsen sehr gut. Es wäre interessant, die anderen Bücher der Reihe mit diesem zu vergleichen, um zu sehen, ob sich der „Ton“ verändert – schließlich schreibt sie in „Kindheit“ aus ihrer Sicht als junges Mädchen und wächst quasi mit der fortlaufenden Trilogie. Die nicht kommentierende, aber trotzdem hinterfragende Art zu Schreiben motiviert die Leser*innen zum Nachdenken und Reflektieren: Wie war meine eigene Kindheit? Wie habe ich mich in solchen Situationen gefühlt?

Ein weiterer besonderer Aspekt ist Ditlevsens bildhafte Sprache: Sie arbeitet mit sehr vielen Metaphern und Vergleichen, was zusätzlich sehr kindlich wirkt, aber auch spannend zu lesen und vor allem vorzustellen ist. Zudem mochte ich die sehr kurzen Kapitel (4-8 Seiten) sehr gerne, da sie mir Pausen zum Innehalten ermöglichten.

Stoff zum Nachdenken
Trotz der geringen Seitenzahl werden meiner Meinung nach viele wichtige Dinge thematisiert, die bestimmt viele Menschen, auch über ihre Kindheit hinaus, beschäftigt haben: Der ständige Vergleich mit dem Geschwisterkind, Vorwürfe der Eltern, die Suche nach der Liebe der Mutter. Ich habe mich vor allem in Toves Gedanken über ihren “seltsamen” Charakter wiedergefunden. Ihre Suche nach einem Weg heraus aus dem traditionellen Weltbild fand ich sehr inspirierend.

Bestes Geburtstagsgeschenk für
… alle Menschen, die gern über ihre eigene Kindheit sinnieren möchten.

Happy Hour
Während die kleine Tove von ihrer Kindheit erzählt, wird man selbst fast wieder zum kleinen Kind – ein heißer Kakao passt perfekt.

Zu dieser Lebenslage passt das Buch
Ich denke, dass das Buch gut geeignet ist, um über das eigene Leben und die eigene Kindheit nachzudenken und auch mal zu vergleichen: Wie haben sich traditionelle Lebensbilder verändert? War ich frei in meinen Entscheidungen? Wenn nicht: Kann ich jetzt etwas ändern?

A little Bio never killed nobody
Tove Ditlevsen wurde 1917 in Kopenhagen als Arbeiterkind geboren und arbeitete vorerst als Dienstmädchen und Bürogehilfin. Bereits in ihrer Jugend schrieb sie Gedichte. In ihren autobiografischen Romanen verarbeitet sie ihr Leben: Ihre Kindheit, ihre Jugend und auch ihre Suchterkrankungen. Obwohl sie von Kritikern als überholt bezeichnet wurde, wurden ihre Bücher stets gut verkauft und vor allem von den weiblichen Leserinnen sehr geschätzt. 1976 nahm sie sich das Leben.

Dieser Beitrag ist von unserer Gastbloggerin Marieke. Das schreibt Marieke über sich:
Ich bin ein Bücherei-Kind. Als ich jünger war, habe ich die komplette Kinder- und Jugendabteilung unserer kleinen Dorfbücherei verschlungen. Vor allem Fantasy-Bücher hatten es mir damals angetan. Heute lese ich querbeet. Ich leihe übrigens immer noch lieber, statt zu kaufen. Das ist nachhaltig, günstig – und die Vorstellung, mit den anderen Menschen, die das Buch vor mir gelesen haben, irgendwie verbunden zu sein, finde ich toll. Trotz meiner Liebe zum Lesen und Schreiben entschied ich mich für ein gesundheitswissenschaftliches Studium. Mein Herz schlägt aber vor allem für Literatur, Theater und Kunst. Mittlerweile mache ich ein redaktionelles Volontariat im Print- und Onlinejournalismus. Perfekt für Menschen wie mich, die sich für die unterschiedlichsten Dinge interessieren! Mehr über Marieke erfahrt ihr auf ihrer Website: www.marieke-fiala.de.

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Blogbeitrag von Anne Lehnert über weibliche Einträge bei Wikipedia

Blogbeitrag von Anne Lehnert über weibliche Einträge bei Wikipedia

„Who writes HERstory? WE DO“ prangte wochenlang auf der Litfaßsäule gegenüber. Lange wusste ich nicht, wer da schreibt, und was genau. Frauengeschichte, das dachte ich mir schon, aber sonst? Ich war neugierig.

Schließlich fand ich heraus, dass es ein Aufruf zu einem Edit-a-thon war, einem Online-Workshop, bei dem die Datenlücke zwischen den Geschlechtern bei Wikipedia durch gemeinsame Einträge geschlossen oder zumindest verkleinert werden soll. Also darum, Frauen auf Wikipedia sichtbar zu machen. Für mich kam diese Erkenntnis, was diese Veranstaltung betrifft, zu spät, ich hatte an dem Termin schon andere Pläne. Seitdem ließ mich die Idee nicht mehr los. Immer wieder überlegte ich, welche Frau in Wikipedia so sehr fehlt, dass ich sie dringend ergänzen will.

Hier weiterlesen auf der Seite beziehungsweise weiterdenken.

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Neu in der Ausleihe

Neu in der Ausleihe

  • Dennis Krämer: Intersexualität im Sport – mediale und medizinische Körperpolitiken
  • Mithu Sanyal: Identitti
  • Sharon Dodua Otoo: Adas Raum
  • Benno Gammerl: Anders fühlen: Schwules und lesbisches Leben in der Bundesrepublik – Eine Emotionsgeschichte
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Geschlechtergerechte Sprache: FGBS-Mitarbeiterin Petra Stein im TOP Magazin Saarland

Geschlechtergerechte Sprache: FGBS-Mitarbeiterin Petra Stein im TOP Magazin Saarland

Das TOP Magazin Saarland hat uns zum Thema geschlechtergerechte Sprache um eine Positionierung gebeten.
Das Statement von Petra Stein dazu lautet:

„In Deutschland gibt es eine deutliche Unterrepräsentanz von Frauen in wichtigen Gesellschaftsbereichen wie Politik, Wirtschaft oder Kultur. Um hier Parität zu schaffen, braucht es viele verschiedene Maßnahmen. Da die Sprache das Denken und Handeln beeinflusst, ist die Benennung von Frauen eine von vielen Möglichkeiten. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass wir bei Worten wie „die Politiker“ oder „der Ärztekongress“ im Kopf eher eine Gruppe von ausschließlich oder überwiegend Männern sehen. Oder auch dass Mädchen sich eher vorstellen können, einen bestimmten Beruf in der Zukunft zu wählen, wenn sie bspw. gefragt werden, ob sie Polizistin werden wollen (im Vergleich zur Frage ob sie Polizist werden wollen). Es braucht Sichtbarkeit von Frauen, damit der Mut entsteht, sich die Hälfte der Welt zu erobern. Ob wir dies sprachlich nun durch einen Unterstrich, Doppelpunkt oder Genderstern realisieren, wird gerade von vielen Menschen ausprobiert. Die praktikabelste Lösung wird sich durchsetzen. Sprache und Gesellschaft sind veränderbar. Und wir alle können dazu beitragen, dass sie sich hin zu mehr Gleichberechtigung verändert!“

Foto: TOP Magazin Saarland Ausgabe Frühjahr 2021 S.2 (c) Sylvio Maltha

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Neu im Bestand

Neu im Bestand

– Francesca Schmidt: Netzpolitik – Eine feministische Einführung

– Susanne Kaiser: Politische Männlichkeit – Wie Incels Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobil machen

– Jutta Allmendinger: Es geht nur geminsam! Wie wir endlich Geschlechtergerechtigkeit erreichen

– Sarah Czerney, Lena Eckert, Silke Martin (HRSG.): Mutterschaft und Wissenschaft. Die (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher Tätigkeit

– Robert Koch Institut: Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland

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Hinweis:

Alle nun folgenden Veranstaltungseinträge liegen in der Vergangenheit.

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Schreibkursreihe 2026

Schreibkursreihe 2026

Unsere beliebte Schreibkursreihe, die von Irina Rosenau angeleitet wird, geht in ihre nächste Runde.
Und es sind noch ein paar Plätze frei!
Die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Irina Rosenau bietet einen Kurs an, in dem das Schreiben, Textentwürfe und die Vorstellung des Textes in der Kursrunde unabhängig von der bevorzugten Gattung oder Themen möglich ist.
Es gibt keine Regeln, nur Schreibübungen oder kurze Texte/Textauszüge anderer Autor*innen als Inspiration, die die Gruppe zusammen liest, bespricht und (frei nach Interesse) als Anregung für die Textproduktion bis zum nächsten Treffen mitnehmen kann, ob der Form, des Themas wegen oder als eine Art Dialog mit dem Text.
Die Texte werden miteinander geteilt, als Feedback kommen die Teilnehmerinnen miteinander über ihr Schreiben ins Gespräch. Texte, an denen gerade gearbeitet wird, oder Schreibideen können gerne mitgebracht werden.
Jeweils am 1. Dienstag in fast allen Monaten im Jahr 2026 von 19 bis 21 Uhr trifft sich die Frauenschreibgruppe in der FrauenGenderBibliothek Saar.
Die Termine sind:
6. Januar, 3. Februar, 3. März, 5. Mai, 2. Juni, 7. Juli, 1. September, 6. Oktober, 3. November und 1. Dezember 2026.
Die Gebühr für alle zehn Termine beträgt 100,00 €.

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