Zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel

VERSÖHNUNG

„Wieder ein Morgen
ohne Gespenster
im Tau funkelt der Regenbogen
als Zeichen der Versöhnung

Du darfst dich freuen
über den vollkommenen Bau der Rose
darfst dich im grünen Labyrinth
verlieren und wiederfinden
In klarerer Gestalt

Du darfst ein Mensch sein
arglos

Der Morgentraum erzählt dir
Märchen du darfst
die Dinge neu ordnen
Farben verteilen
und wieder
schön sagen

an diesem Morgen
du Schöpfer und Geschöpf“

Rose Ausländer

(Mit Dank an Maike Lüdeke-Braun und die Flüchtlingsberatungsstelle des Diakonischen Werks Lebach für diese Inspiration)

Vom 23. Dezember 2013 bis 6. Januar 2014 bleibt die FrauenGenderBibliothek Saar geschlossen.
Wir wünschen erholsame Feiertage und einen optimistischen und kraftvollen Start ins Neue Jahr 2014!

Das Team der FrauenGenderBibliothek Saar

Posted by Anke in Frauen, Gender und mehr, News
Literaturnobelpreis für Alice Munro

Literaturnobelpreis für Alice Munro

Sie selbst konnte an der Verleihung am 10. Dezember in Stockholm nicht teilnehmen, statt ihrer nahm ihre Tochter Jenny den Preis entgegen. Munro wuchs auf einer Silberfuchsfarm im ländlichen Ontario auf und studierte Journalismus, brach das Studium aus Geldmangel allerdings ab. Schon ihre erste Sammlung von Erzählungen, "Dance of the Happy Shades" (1968), wurde mit dem höchsten kanadischen Literaturpreis, dem Governor General's Award for Fiction, ausgezeichnet. Inzwischen hat sie für ihr umfangreiches erzählerisches Werk fast jede wichtige literarische Auszeichnung erhalten, u.a. den Giller Prize, den Book Critics Circle Award, den Man Booker International Prize und nun den Nobelpreis für Literatur.

Munro hat über 150 Kurzgeschichten und einen Roman veröffentlicht. Nach Meinung vieler hat sie die Kurzgeschichte revolutioniert In diesen Tagen erscheint ihr neuer Erzählband "Liebes Leben" (S. Fischer Verlag). Die FrauenGenderBibliothek verfügt über zahlreiche Erzählbände der Autorin, z.T. auch in englischer Originalsprache.

► Mehr zu Alice Munro

Posted by Anke in News
Tag der Offenen Tür

Tag der Offenen Tür

Für alle, die die FrauenGenderBibliothek einmal in Ruhe kennen lernen möchten, mit den Mitarbeiterinnen plaudern, in Büchern stöbern wollen.

Es gibt: Kaffee und Kuchen, einen Bücherflohmarkt, einen kostenlosen Origami-Workshop, Lesungen aus Lieblingsbüchern und vieles mehr.

Posted by Anke in Eigene Veranstaltungen
Lesung „Schattengesicht“ mit Antje Wagner

Lesung „Schattengesicht“ mit Antje Wagner

Der mysteriöse Psychothriller „Schattengesicht“ von Antje Wagner wird am 2. Dezember in der FrauenGenderBibliothek vorgestellt.

Posted by Anke in Eigene Veranstaltungen
Feminismus im Internet

Feminismus im Internet

Vortrag von Helga Hansen, Im Rahmen des FrauenThemenMonat 2013: Bei den weltweiten Slutwalks gingen junge Feminist_innen auf die Straße, der #aufschrei schaffte es in deutsche Talkshows.

Posted by Anke in Eigene Veranstaltungen

Zehn »Spitzenfrauen«-Verbände fordern mehr Frauenquote im Wahlkampf

Zehn »Spitzenfrauen«-Verbände aus Wirtschaft, Forschung und Medien fordern mehr Frauenquote im Wahlkampf

Die Stimmen von Frauen entscheiden die Bundestagswahl – doch die Wahlkämpfer schert das wenig. „Unsere Forderungen werden ignoriert“, kritisiert Annette Bruhns von ProQuote Medien, „als sei Frauenpolitik nur etwas für Wahlprogramme und erschöpfe sich ansonsten im Für und Wider des Betreuungsgeldes.“

Zehn Frauenverbände üben bei der Durchsetzung der Gleichstellung in den Führungsgremien der Unternehmen sowie auf dem Arbeitsmarkt den Schulterschluss: für die Quote und für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit. Dazu zählen neben ProQuote Medien e.V. auch Branchenverbände der Juristinnen, Ingenieurinnen und Ärztinnen sowie die Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte“ (FidAR) oder der mächtige LandFrauenverband mit seiner halben Million Mitglieder.
„Frauen in Führungspositionen – das ist ein deutsches Schauermärchen am Ende einer fast ergebnislosen Legislaturperiode“, bilanziert FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow, „Wahlversprechen trösten darüber nicht hinweg“.

Bei der Aktion „Spitzenfrauen fragen Spitzenkandidaten“ am 17. Mai dieses Jahres im Bundestag versprach Kanzlerkandidat Peer Steinbrück dem Aktionsbündnis, dass die SPD nicht nur eine Quote von 40 Prozent für die Aufsichtsräte einführen wolle, sondern auch für Vorstände – und zwar bis 2017. Ursula von der Leyen (CDU) kündigte erst für 2020 eine starre Aufsichtsratsquote an. Die Spitzenkandidatinnen der Linken, Sahra Wagenknecht, und von Bündnis90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, machten sich für starre Frauenquoten stark, die ihre Parteien längst prägten – und zwar positiv.

Die Gesprächsprotokolle sind nachzulesen auf www.spitzenfrauen-fragen.de

„Wir machen weiter“, erklärt Martine Herpers von „erfolgsfaktor FRAU“: „Nach der Wahl ist auch für uns vor der Wahl“. Für den Herbst plant das Bündnis weitere öffentliche Aktionen.

Aktuelle Aussagen von Spitzenpolitikern zur Frauenführungsfrage lesen Sie unter: www.pro-quote.de/politiker.

Ansprechpartnerinnen:

Posted by Anke in News
„Ein witziges, provokantes urbanes Märchen – „

„Ein witziges, provokantes urbanes Märchen – „

schreibt die New York Times über den neuen Roman der schottischen Autorin Ali Smith, „Es hätte mir genauso“. Eine Dinnerparty, ein freundlicher ungebetener Gast, Geplauder von gepflegt bis hohl, schließlich verschwindet der Gast im Gästezimmer und kommt nicht wieder heraus. Was dann folgt, ist ein Alptraum für die recht konventionellen Gastgeber, ein Happening für die Umgebung, die den Eingeschlossenen bald wie einen Guru verehrt, eine amüsante und entlarvende Gesellschaftssatire für uns LeserInnen. Am Ende verschwindet der Unbekannte, und nichts ist, wie es war.

Das liegt daran, wie Ali Smith diese Geschichte erzählt, und wie sie mit Sprache spielt, Klischees und Erwartungshaltungen enttäuscht, wie sie mit verschiedenen Perspektiven jongliert. Da gibt es zum Beispiel Anna, deren Name im Adressbuch des Gastes steht. Anna soll helfen, den gast loszuwerden, aber sie erinnert sich gar nicht mehr an den Mann, der ihr vor 30 Jahren über den Weg lief. Mark, den alle für seinen schwulen Freund halten, weiß auch nichts über ihn, eine alte kranke Frau hat dagegen eine ganz besondere Beziehung zu ihm. Und dann ist da noch Brooke, ein neunjähriges Mädchen, das neunmalklug an vielen verschlossenen Türen rüttelt.

„Die in Cambridge lebende ehemalige Literaturdozentin Ali Smith entwirft ein absurdes Gesellschaftspanorama, in dem das altkluge Mädchen über seine Hautfarbe nachdenkt, Homophobie freundlich zum Kaffee gereicht wird und – ein Höhepunkt der Geschichte – die Befreiung der alten Frau aus dem Krankenhaus nicht ohne Darmentleerung an ungeeigneter Stelle stattfindet. Erst am Ende des Romans kann man die erzählerischen Fäden zusammenknüpfen, die Ali Smith höchst virtuos und klug ausgelegt hat. “ (Manuela Reichhart, kulturradio rbb)

Ali Smith ist auch Autorin von „Girl Meets Boy“ und „Die Zufällige“.

Posted by Anke in Buch-Tipps

Wieder-Eröffnung der FrauenGenderBibliothek mit Polit-Prominenz und Perspektive

Nach einer Zeit der Um- und  Neuorientierung konnte die FrauenGenderBibliothek in der vergangenen Woche zur offiziellen Wiedereröffnung am neuen Standort Großherzog-Friedrich-Str. 111 laden.

Die Neugier war groß, sicherlich spielte auch der Bundestagswahlkampf eine gewisse Rolle – Vorstand, Leitung und Mitarbeiterinnen freuten sich jedenfalls über regen Zuspruch auf ihre Einladung zu Polit-Talk, „Huguettes“ und Häppchen in der neuen Bibliothek. Bundesprominenz, Landtagsabgeordnete aller Fraktionen, Vertreterinnen des Stadtrats und der Stadtverwaltung und viele KooperationspartnerInnen feierten gemeinsam mit dem Förderverein die schönen, hellen, wenn auch etwas beengteren Räumlichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft des städtischen Ordnungsamtes.

Und freuten sich mit den Grußrednerinnen OB Charlotte Britz und Staatssekretärin Gaby Schäfer über amtliche Wertschätzung und Unterstützung. So sprach die Oberbürgemeisterin von einem „Schmuckstück“ für das Saarland, und Gaby Schäfer lobte den Einsatz für Gleichberechtigung an der Gender-Front. Dazu intonierte Mellika Meskine, auf dem Keyboard begleitet von Manuel Krass, mit wunderschönem Sound eigene Titel (und John Lennons Klassiker „Woman“). Dennoch gab die Verschuldung von Stadt und Land auch Anlass zu warnenden Worten: Man (frau) müsse wohl auch weiterhin kämpfen um den Erhalt dieser einzigartigen Einrichtung, gab Gaby Schäfer zu bedenken, aber die FrauenGenderBibliothek sei ja kampferprobt und habe ein großes UnterstützerInnen-Umfeld.

Leiterin Annette Keinhorst rief abschließend zu mehr Mut und Auseinandersetzungsfreude auf und ermunterte dazu, den neuen Ort zu einem sicheren Hafen zu machen, von dem aus „Freibeuterinnen, munitioniert mit Wissen und Selbstbewusstsein, aufbrechen, um die Mitte der Gesellschaft zu erobern und die letzten Reste des Patriarchats zu kapern und ins Archiv zu verbannen.“

Abbildung des Artikels in der Saarbrücker Zeitung zur Wiedereröffnung

Posted by Anke in Eigene Veranstaltungen
Sommerpause vom 5. – 19. August

Sommerpause vom 5. – 19. August

Vom 5. – 19. August ist die Bibliothek geschlossen. Bis dahin empfehlen wir wärmstens zur Urlaubslektüre:

Jeanette Wintersons autobiographischen  Roman "Warum glücklich statt einfach nur normal?", erschienen im Hanser Verlag Berlin 2013 – eine aufregende, erschütternde, humorvolle Auseinandersetzung mit den zwei Frauen, die die Schriftstellerin Winterson am meisten prägten: ihre christlich-fundamentalistische Adoptivmutter und ihre spät gefundene leibliche Mutter – ein Muss für Winterson-Fans und für alle anderen ein prima Einstieg.

Wir wünschen erholsame Sommertage.

 

 

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Enquete-Kommission berichtet ohne Geschlechterperspektive

Der Bericht der Enquete-Kommission zu Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität ohne Geschlechterperspektive

Nach gut zweijähriger Tätigkeit hat die Enquete-Kommission mit einem 957 Seite langen Abschlussbericht und einer öffentlichen Anhörung ihre Arbeit beendet. Von den Sachverständigen und Parteien der Linken und der Grünen wurde bei der Anhörung ein Änderungsantrag zum Gesamtbericht eingebracht, der vorsah, ein Kapitel zu „Geschlechterpolitischen und feministischen Perspektiven auf Wohlstand und Lebensqualität“ einzufügen. Der Antrag wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien bei Enthaltung der SPD abgelehnt und erscheint nun als Sondervotum.

Es ist zu bemängeln, dass kritisch-emanzipatorische und feministische Theorien oftmals nicht verknüpft werden – obwohl es hier gute Synergien gibt. Nach wie vor gibt es das Missverständnis, dass es bei den feministischen Theorien um Politik und Theorie von und für Frauen gehe, die entsprechende Forschung nicht rezipiert und damit die grundlegende Kritik an den Rationalitäten nicht wahrgenommen werde. Die feministische Publizistin Christa Wichterich verweist darauf, dass sich in den 70er Jahren öko-feministische Stimmen besser durchsetzen konnten, weil sie eingebettet waren in einer starken Frauenbewegung, die wiederum große Schnittflächen mit anderen sozialen Bewegungen hatte. Darauf folgte in den 90er Jahren die Verschiebung auf einen Gleichstellungsfeminismus, bei dem es um Anpassung und Einpassung geht, aber das Hinterfragen gesellschaftlicher Verhältnisse mehr und mehr verschwunden ist. Gleichzeitig haben sich die Bewegungen professionalisiert und fragmentiert, wodurch die breite Basis zersplittert wurde.

Als Vorschläge zur Verbesserung der Situation werden u.a. genannt: Allianzen nutzen, die sich anbieten, andere gezielt suchen – Care als Leitmotiv der Gesellschaft verbreiten, Produktion als Teil der Reproduktion anerkennen, nicht umgekehrt – nach Anknüpfungen und Übergangsstrategien suchen, wie lassen sich Strukturfragen in Alltagsfragen übersetzen und umgekehrt. (aus: genanet news, www.genanet.de)

Posted by Anke in News
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