Neu in der Ausleihe

Neu in der Ausleihe

Folgende Bücher gibt es neu im FGBS-Bestand:

– n-ails e.V.: Women in Architecture Berlin. Facetten weiblicher Baukultur, JOVIS Verlag.

– Çigdem Akyol: Geliebte Mutter Canim Annem, Steidl.

– Tanja Dückers: Das Leben der Annemarie Böll. Eine Würdigung, Heinrich-Böll-Stiftung.

– Ursula Krechel: Vom Herzasthma des Exils, Cotta.

– Franziska Hauser; Maren Wuster (Hrsg.): Ost*West*frau*, Frankfurter Verlagsanstalt.

– Asha Hedayati: Die stille Gewalt. Wie der Staat Frauen alleinlässt, Rowohlt Polaris.

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Nachruf Schriftstellerin Doris Gercke

Nachruf Schriftstellerin Doris Gercke

Am 25.07.2025 ist in Hamburg die Schriftstellerin, Lyrikerin und Drehbuchautorin Doris Gercke verstorben.

Das Netzwerk HERland schreibt zu ihrem Gedenken:

Unser HERLand-Gründungsmitglied Doris Gercke starb am 25. Juli 2025 mit 88 Jahren.
Doris Gerckes Verdienst um den deutschen Krimi ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Sie hat ihn Ende der 80er Jahre politisch gemacht mit ihrem scharfen Blick auf die Lügen und Zwänge unserer Gesellschaft und ihrer präzisen, trockenen Sprachkunst.

Geboren wurde Doris Gercke am 7. Februar 1937 in Greifswald als Kind einer Arbeiterfamilie, die 1949 nach Hamburg flüchtete. Da ihre Eltern das Schulgeld nicht aufbringen konnten, musste sie 1954 das Gymnasium verlassen und machte eine Ausbildung zur Verwaltungsbeamtin. Von der Geburt ihres zweiten Kindes an arbeitete sie als Hausfrau und Mutter. 1980 holte sie per Begabtenabitur ihren Schulabschluss nach und studierte Jura, um Strafverteidigerin zu werden. Nach dem Examen entschied sie sich jedoch, inspiriert von Chandler und Sjöwall/Wahlöö, fürs Schreiben von Kriminalliteratur.

Ihr erstes Buch »Weinschröter, du musst hängen« erschien 1988 im Galgenberg-Verlag und befasst sich – ihre Worte – mit dem »zerrütteten Verhältnis zwischen Männern und Frauen«. Ein Krimi, der ihr nicht nur Lob, sondern auch Anfeindungen einbrachte und dessen eigenbrötlerische Ermittlerin Bella Block fortan zur Ikone wurde (17 Kriminalromane bis 2012). Zwischen 2002 und 2016 entstand zudem die Trilogie um Ex-Anwältin Milena Prohàska. 1991 erhielt Doris Gercke den Schwedischen Krimipreis (international) und 2000 den Glauser Ehrenpreis des Syndikats für ihr Gesamtschaffen. Für sie war Krimi ganz klar »eine Kunstform. Kunst hat etwas mit Abbildung von Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit zu tun. Je wahrhaftiger ein Krimi ist, desto besser finde ich ihn.« Doris Gercke verfasste auch Romane anderer Genres, Kurzgeschichten, Hörspiele und Lyrik. Zuletzt erschien 2022 von ihr der chronistische Kriminalroman »Die Nacht ist vorgedrungen«.

Politisch war sie immer: eine kerzengerade Antifaschistin, die kompromisslos Position bezog gegen Krieg und Kapitalismus und gegen das Patriarchat. Sie war Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland und beim Verband deutscher Schriftsteller*innen. 2015 gründete sich mit ihr und bei ihr, in ihrem Haus in Natendorf, die feministische Krimiautorinnenvereinigung HERland.

 

Der Argument Verlag hat ebenfalls einen Nachruf veröffentlicht.

Foto: Doris-Gercke (c) Deff Westerkamp

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Werden Sie Mentorin!

Werden Sie Mentorin!

Das Mentoringprogramm „MiNET Saar“ sucht aktuell ehrenamtliche Mentorinnen insbesondere aus den Bereichen Ingenieurswesen und Buchhaltung.

Wir suchen Frauen, die mitten im Leben stehen und die Freude daran haben, eine Frau mit Migrationshintergrund ein Jahr lang partnerschaftlich zu begleiten.
Sie helfen der Mentee, ihr Potenzial für den Arbeitsmarkt zu erschließen und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Bei Interesse und für mehr Informationen steht die Projektkoordinatorin Dr. Eva Nita unter minet-saar@frauengenderbibliothek-saar.de oder 0681/9388024 bereit. 

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Offener MiNET-Treff am Mittwoch, 7. Januar 2026 (kein Treff im Dezember)

Offener MiNET-Treff am Mittwoch, 7. Januar 2026 (kein Treff im Dezember)

MiNET Saar, das Mentoring-Netzwerk für Migrantinnen, setzt sein offenes Angebot für Teilnehmerinnen und Interessentinnen fort. Beim „Offenen Treff“ jeden ersten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr können sich Frauen mit und ohne Migrationsbiografie austauschen.
Verschiedene Themen rund um den Arbeitsmarkt und Bewerbungsverfahren werden angesprochen und Fragen zum Mentoringprogramm beantwortet. 

Der nächste MiNET-Treff findet am Mittwoch, 7. Januar 2026, von 17 bis 19 Uhr in der FrauenGenderBibliothek Saar statt.

Allgemeine Infos zum Mentoring-Programm:
MiNET bietet Migrantinnen ein Netzwerk von Integrations- und Arbeitsmarktexpertinnen, Trainerinnen und Beraterinnen, die sie ein Jahr lang begleiten. Das Programm ermöglicht eine interkulturelle Begegnung auf Augenhöhe und Zugänge zu neuen (beruflichen oder privaten) Netzwerken.

Das Mentee-Angebot richtet sich an
– Akademikerinnen mit einem Migrationshintergrund
– Studentinnen aus unterschiedlichen Ländern, die kurz vor ihrem Abschluss sind
– Migrantinnen, die schon länger in Deutschland leben, aber noch nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten und sich wünschen, ihr Potential mit der Unterstützung einer geeigneten Mentorin zu erreichen

Als Mentorinnen sind Frauen gesucht, die in ihrer Berufsbranche etabliert sind und einen Teil ihrer Erfahrung und ihres Wissens an eine Mentee weitergeben möchten.

Kontakt und weitere Infos:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Str. 111, 66121 Saarbrücken
Telefon +49 (0)681 9388023
minet-saar@frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Minet Saar

Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit sowie der Arbeit und Kultur Saarland gGmbH gefördert.

Foto: shutterstock.com©Diego Cervo

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Buchvorstellung: „Die größte Erfüllung“ von Sonja Weichand am 16.1.2026

Buchvorstellung: „Die größte Erfüllung“ von Sonja Weichand am 16.1.2026

Buchvorstellung des Romans „Die größte Erfüllung“ von Sonja Weichand
am Freitag, 16.1.2026, um 18 Uhr
in der FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Straße 111, 66121 Saarbrücken

Die größte Erfüllung ist die Geschichte zweier gegensätzlicher Freundinnen: Lore verzweifelt an der Monogamie, Esi möchte eigentlich gar keinen Sex und verdrängt, dass sie asexuell ist. Jahrelang sind sich die beiden ein fester Halt, bis sie Ende 30 die Sehnsucht einholt, wie alle zu sein. Ein Mann, ein Haus, eine Familie. Doch wer belügt sich besser?

Ein Roman über weibliche Sexualität und das Tabu, zu wenig oder zu viel davon zu wollen. Nach der Lesung gibt es Raum, um mit der Autorin zu diskutieren: Wie können wir alte Denkmuster zerbrechen und über weibliche Sexualität offen sprechen? Was bedeuten Asexualität und Polyamorie für das Patriarchat?

Sonja Weichand, geboren 1984, studierte an der Universität Würzburg Germanistik und Geschichte. Zunächst arbeitete sie an verschiedenen Theatern, nach sechs Jahren wandte sie sich schließlich ganz dem Schreiben zu. Heute lebt sie wieder in ihrer Heimatstadt und arbeitet als Dozentin für Literarisches Schreiben. „Die größte Erfüllung“ (2025) ist ihr dritter Roman.

Eintritt: frei
Die Veranstaltung wird unterstützt vom Zonta Club Saarlouis.

Anmeldung: info@frauengenderbibliothek-saar.de

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Rückblick 22. Saarbrücker Frauenlauf

Rückblick 22. Saarbrücker Frauenlauf

Am Samstag, 24. Mai 2025, haben wir mit einem top motivierten Team der FrauenGenderBibliothek Saar am 22. Saarbrücker Frauenlauf teil genommen.
Unsere Kollegin Margarethe Kees war wie jedes Jahr wieder ehrenamtlich als Streckenposten im Einsatz.
Das Frauenbüro der Stadt Saarbrücken hat wieder ein sehr schönes Event organisiert.
Danke an alle, die in irgendeiner Form aktiv dabei waren!
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MiNET-Podcast „Im Tandem zum Erfolg“ mit zwei neuen Folgen

MiNET-Podcast „Im Tandem zum Erfolg“ mit zwei neuen Folgen

In der Podcast-Reihe „Im Tandem zum Erfolg“ gibt es zwei neue Folgen, in denen Tandempaare über ihre Erfahrungen berichten:

Mentee Nadezhda Fallman und Mentorin Katharina Krenkel über ihr Mentoring-Jahr im Bereich Kunst sowie Mentee Nourelhouda Haddaji und Mentorin Dr. Susann Bresslein über den Arbeitsbereich Medizin / Pflege.

Alle Folgen der Reihe gibt es auf der Internetseite https://frauengenderbibliothek-saar.de/minet-saar-mentoringnetzwerk-fuer-migrantinnen/minet-podcast/

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Tag der Frauenarchive: Fundstücke auf der Internetseite des i.d.a.-Dachverbands

Tag der Frauenarchive: Fundstücke auf der Internetseite des i.d.a.-Dachverbands

Jährlich am 11. Mai feiern die i.d.a.-Einrichtungen den Tag der Frauenarchive – Nun schon zum 37. Mal.
(Übrigens genauso viele Jahre, wie es Mitgliedseinrichtungen gibt!)

Sieben Objekte geben Einblick in ihre Geschichte – von Podcast bis Klebezettel.

Die Mitarbeiterinnen des Schweizer Gosteli-Archivs erzählen in ihrem Kurzmärchen und anhand von Fotografien von der gegenwärtigen und vergangenen Erinnerungsarbeit des Frauenarchivs. Das Archiv Frau & Musik stellt ein hörbares Objekt vor: Einen Podcast, in dem ihr etwas über die Entstehungsgeschichte des Archivs erfahren könnt. Aufgenommen wurde er von Vorstandsfrau Mary Ellen Kitchens und Archivmitarbeiterin Jelena Rothermel in den Räumen des Hessischen Rundfunks. Und was es mit einem „inoffiziellen Forschungs-Hotspot“ und einem unscheinbaren Zettel an einem Kellerregal auf sich hat, könnt ihr im Beitrag des Alice Salomon Archiv der Alice Salomon Hochschule nachlesen – das und mehr findet ihr auf der i.d.a.-Website. Schaut vorbei!

Zur Website: https://ida-dachverband.de/aktuelles/fundstuecke

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Film: Zeitzeuginnen des FrauenstudienWeiterbildungsprojekts der Universität des Saarlandes 1987-1990

Film: Zeitzeuginnen des FrauenstudienWeiterbildungsprojekts der Universität des Saarlandes 1987-1990

Wissen Wollen Wirken – Wie aus individuellem Bildungshunger gesellschaftliche Partizipation wurde und warum uns das heute noch bewegen kann.

Im Jahr 1987 startete der erste wissenschaftliche Weiterbildungsstudiengang an der Universität des Saarlandes für Frauen ohne formale Hochschulzugangsberechtigung als Modellversuch.

Schon zuvor, 1984 fanden auf Initiative von Margitta Wendling, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie bei Prof. Dr. Hans Leo Krämer, wissbegierige und im Innersten emanzipatorisch bewegte Frauen zwischen Mitte 30 und Ende 50 ein Forum und einen Ankerplatz für bislang ungewöhnlichen Themen und Bildungsformate. Rund um die Bedeutung des Geschlechterverhältnisses für Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und die Lebens- und Arbeitswirklichkeiten von Frauen waren Inhalte und Lernformen im Angebot zur Aneignung und Auseinandersetzung.

Der Modellversuch zur Entwicklung und Erprobung eines Curriculum zur wissenschaftlichen Weiterbildung von Familienfrauen war als ein Beitrag zur bundesweiten geschlechtergerechten, gleichberechtigten Bildungs- und Qualifizierungsoffensive aufgelegt worden, um diesen auch zu verstetigen und damit institutionell und finanziell abzusichern.

Dazu sollte es leider nicht kommen – aber die Frauen der ersten Stunde ließen sich nicht mehr von der Bildfläche vertreiben. Die zertifizierten Absolventinnen des FrauenstudienWeiterbildungsprojektes strömten in die sichtbare Erwerbstätigkeit von Frauenprojekten, Bildungs-, Sozial- und Kultureinrichtungen, nahmen eigenständig weiterführende Studien oder Weiterbildungsangebote an und gründeten nicht zuletzt den aktiv gesellschaftspolitisch gestaltenden Freundinnen- und Bildungsverein Frau e.V., der bis 2024 bestand. Das Private verstehen, es politisch sehen und in weitgefächerte Partizipation wandeln ist diesen Pionierinnen bis in die Zukunft gelungen.

Im Herbst 2024 initiierte die FrauenGenderBibliothek Saar ein Interview mit Zeitzeuginnen, das von Dagmar Scherer moderiert wurde. Gabriele Justen dokumentierte das Gespräch filmisch.

Der Film kann hier angeschaut werden.

Posted by petrastein in Zum Hören und Sehen
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