Vortrag „Nur die Spitze des Eisbergs: Rechte Netzwerke gegen die reproduktive Selbstbestimmung in Europa“ am 17.11.2023

Vortrag „Nur die Spitze des Eisbergs: Rechte Netzwerke gegen die reproduktive Selbstbestimmung in Europa“ am 17.11.2023

Als Mitgliedsorganisation des Bündnisses für reproduktive Selbstbestimmung Saar laden wir ein zum Vortrag „Nur die Spitze des Eisbergs: Rechte Netzwerke gegen die reproduktive Selbstbestimmung in Europa“.

Reproduktive Rechte, darunter das Recht auf sichere Schwangerschaftsabbrüche, sind Menschenrechte, die auch bei uns in Saarbrücken regelmäßig unter Beschuss stehen.

Besonders seit den frühen 2000er Jahren bauen Menschen, die reproduktive Rechte und körperliche Selbstbestimmung einschränken wollen, ihre Netzwerke europaweit aus. Sie sind von Jahr zu Jahr besser organisiert und verfügen über große finanzielle Ressourcen.
Expertin Marina Davidashvili kennt als „head of policy and research“ des EPF (European Parliamentary Forum for Sexual & Reproductive Rights) die Geldgeber*innen, die Strukturen und die Verbindungen zur extremen Rechten und wird im Rahmen eines Vortrages einen Einblick in die Netzwerke gewähren.

Anmeldung über saarbruecken@profamilia.de

Ort: Halle 4, Halbergstraße 4, 66121 Saarbrücken

Zeit: 17. November 2023, 18 Uhr
Foto (c) Katharina Scholl

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Alicia Schlender: „Vom Kümmern, Kummer und der Kleinfamilie – Feministische Familienkritik und Elternschaft heute“ am 14. November 2023

Alicia Schlender: „Vom Kümmern, Kummer und der Kleinfamilie – Feministische Familienkritik und Elternschaft heute“ am 14. November 2023

FrauenGenderBibliothek Saar, Heinrich-Böll-Stiftung Saar und Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken laden im Rahmen des FrauenThemenMonats ein:

„Vom Kümmern, Kummer und der Kleinfamilie“
Feministische Familienkritik und Elternschaft heute.

Vortrag von Alicia Schlender am Dienstag, 14.11.2023, um 18:30 Uhr
online und vor Ort in der FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Straße 111, 66121 Saarbrücken

Es wird heute viel über Gleichberechtigung und den Wandel von Familie gesprochen. Trotzdem bleibt das Ideal der Kleinfamilie bestehen. Ebenso bleibt geschlechtsbezogene Ungleichheit in Familien alltägliche Normalität – obwohl die Wünsche oft anders aussehen. Klassische Rollenbilder in Bezug auf Elternschaft halten sich sehr beharrlich und spiegeln sich auch in den Statistiken wieder. Es sind immer noch in der großen Mehrzahl Mütter, die mit Kind(ern) zuhause bleiben, dann in Teilzeit arbeiten und insgesamt weniger Geld verdienen; es sind immer noch Mütter, die den Großteil der Haus- und Sorgearbeit leisten.
Alicia Schlender beleuchtet diese Realitäten kritisch und fragt u.A. danach, welche Rolle die Kleinfamilie oder die Norm der 40-Stunden-Woche darin spielt, Ungleichheit und gesellschaftliche Idealbilder immer wieder zu erzeugen. Es wird um Möglichkeiten und Grenzen gleichberechtiger Elternschaft gehen und nicht zuletzt wird auch danach gefragt, wie ein gutes Aufwachsen mit und für Kinder/n feministisch ausbuchstabiert werden kann.

Alicia Schlender lebt in Berlin. Sie promoviert zu Geschlechterverhältnissen in Patchworkfamilien und arbeitet als freie Referentin und systemische Beraterin.

Veranstalterinnen: FrauenGenderBibliothek Saar und Heinrich-Böll-Stiftung Saar, Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, im Rahmen des FrauenThemenMonat

Eintritt: frei

Eine Anmeldung ist erforderlich mit der Angabe ob eine Teilnahme online oder vor Ort gewünscht ist: info@frauengenderbibliothek-saar.de

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Bündnisaktion für reproduktive Selbstbestimmung am Samstag, 11.11.2023

Bündnisaktion für reproduktive Selbstbestimmung am Samstag, 11.11.2023

Das 2022 gegründete Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar organisiert am 11.11.2023 ab 11 Uhr in der Heinestraße 2-4 (vor der Beratungsstelle der pro familia) einen Gegenprotest zum sogenannten „Marsch für das Leben“.

Unter dem Motto “Wir feiern das Leben!” wird ein lauter, bunter und vielfältiger Akzent mit der Forderung nach Selbstbestimmung gesetzt.
Neben Informationsmaterial zu den Forderungen des Bündnisses für reproduktive Selbstbestimmung Saar und der Beratungsstelle pro familia wird es musikalische und tänzerische Beiträge von Joan de la Briquette, Leonie, Matthis Löw, Justin Hayo und Philipp Herget geben.

Zum Hintergrund des Gegenprotestes:

Jährlich versammeln sich am Staden Menschen zum sogenannten „Marsch für das Leben“. Start- und Angriffspunkt dieses Protestes sind das Medizinische Zentrum und die Beratungsstelle der pro familia. Organisiert werden diese regelmäßigen Gebetszüge vom „Aktionskomitee Christen für das Leben“, das sich u.a. aus Mitgliedern der in Saarbrücken ansässigen Piusbruderschaft zusammensetzt.

Die Piusbruderschaft fällt durch antisemitische Äußerungen und direkte Kontakte zur rechten Szene auf, vertritt antifeministische und LGBTQ-feindliche Haltungen und hat „in vielerlei Hinsicht ein problematisches Verhältnis zu den Gesetzen der Demokratie“, wie das Adolf-Bender-Zentrum für Menschenrechte und Demokratie resümiert.[1] Die Soziologin Karin Priester ordnet die Piusbruderschaft dem Klerikalfaschismus zu.[2]

Das „Aktionskomitee Christen für das Leben“ scheut sich nicht, Verschwörungstheorien auf seiner Facebookseite zu verbreiten. So behauptet ein Post vom 28.05.2021, dass für die Entwicklung von Coronaimpfstoffen das Blut abgetriebener Föten erforderlich gewesen sei.[3]

Bei dem „Aktionskomitee Christen für das Leben“ und der Piusbruderschaft handelt es sich also um eine fundamentalistische Gruppierung mit eindeutig anti-demokratischen und menschenrechtsfeindlichen Einstellungen. Unter dem Deckmantel des sogenannten „Lebensschutzes“ wird gegen medizinische Versorgung und körperliche Selbstbestimmung protestiert.

Um die reproduktiven Rechte in Deutschland zu wahren, fordert das Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung:
– freie Entscheidung bezüglich Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch
– Lebensumstände, die es ermöglichen, Kinder in Würde zur Welt zu bringen und ins Erwachsenenleben zu begleiten
– Eine medizinische Versorgung, die eine wohnortnahe und kompetente Betreuung von Schwangeren durch Hebammen und Ärzt*innen sicherstellt
– Zugang zu kostenlosen Verhütungsmitteln
– Eine Gesundheitsfürsorge, die die Möglichkeit garantiert, wohnortnah und gemäß den aktuellen medizinischen Standards eine Schwangerschaft abzubrechen
– Sexuelle Bildung, die Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen aktuelles und altersgemäßes Wissen über Sexualität, Verhütung, die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten und die reproduktiven Rechte vermittelt

Das Bündnis besteht aktuell aus folgenden Mitgliedern:
Adolf-Bender-Zentrum e.V., Alt-Katholische Pfarrgemeinde an der Saar, Antidiskriminierungsforum Saar, FemUp, Forum Geschlechterforschung (Universität des Saarlandes), Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, FrauenGenderBibliothek Saar, Fugeefilms gGmbH, LSVD Saar, Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, pro familia Neunkirchen, pro familia Saarbrücken sowie Einzelpersonen.

Das Bündnis für reproduktive Selbstbestimmung Saar wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Saarbrücken gefördert.

Eine weitere Gegenprotestveranstaltung wird vom Bündnis My Body My Choice (MBMC) organisiert und beginnt ebenfalls am 11.11.2023 um 12.30 Uhr vor der Europagalerie.

Koordination, mehr Infos und Veranstaltungsort:
pro familia Saarbrücken
Beratungsstelle
Heinestraße 2 – 4
66121 Saarbrücken
Tel 0681 968176 81
saarbruecken@profamilia.de

[1] https://adolfbender.de/blog/die-piusbruderschaft-und-die-menschengemachten-menschenrechte/

[2] Priester, Karin. „Die Piusbruderschaft, die Politik und der Papst.“ Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte 3 (2009): 12-16

[3] Aktionskomitee Christen für das Leben. “Pamela Acker”. Facebook, 28/05/2021. https://www.facebook.com/pages/category/Community/Aktionskomitee-Christen-f%C3%BCr-das-Leben-1818915925034879/.

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Barcamp Frauen* Saar am 4. November 2023

Barcamp Frauen* Saar am 4. November 2023

Das 6. feministische Barcamp im Saarland lädt alle Interessierten zum Kennenlernen und zum Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen ein. Ein Barcamp ist ein Debattenforum, bei dem die Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen und das Tagungsprogramm selbst erstellen.

Unter dem Motto #nachhaltig #solidarisch #zukunftsstark ist das Barcamp Frauen* Saar ein Aktionstag, bei dem Menschen unterschiedlichster Kulturen, Geschlechter, Altersgruppen und Meinungen zusammenkommen, um gemeinsam für ein gleichberechtigtes gesellschaftliches Miteinander zu wirken.

Das Besondere an einem Barcamp ist, dass zu Beginn die Teilnehmenden selbst vorstellen können, welche Angebote für Gesprächsrunden, Vorträge oder Workshops sie gerne machen würden. Dann werden je nach Interesse passende Sessionräume verteilt und so das Programm (der Sessionplan) erstellt. Ihr bestimmt also, welches Thema ihr diskutieren möchtet.

Veranstaltungsort: Saarrondo, Europaallee 4 A, 66113 Saarbrücken
Die Teilnahme und die Tagesverpflegung sind kostenlos.
Anmeldung über die Friedrich-Ebert-Stiftung: www.fes.de/barcamp-frauen-saar

Veranstaltet wird das Barcamp Frauen* Saar von:
Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Rheinland-Pfalz / Saarland
Arbeitskammer des Saarlandes
DGB Rheinland-Pfalz / Saarland
Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken
FrauenGenderBibliothek Saar
Gleichstellungsbüro der Universität des Saarlandes
MiNET Saar
NES – Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V.

Anfragen für Kinderbetreuung per Mail an: mainz@fes.de

Weitere Informationen: www.facebook.com/barcampfrauensaar und www.instagram.com/barcampfrauensaar 

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Buchpräsentation Schriftenreihe SOFIE Band 26 „Queer, Migration and Belonging“ am 31. Oktober 2023

Buchpräsentation Schriftenreihe SOFIE Band 26 „Queer, Migration and Belonging“ am 31. Oktober 2023

In der Schriftenreihe SOFIE, einer Publikationsplattform für Geschlechterforschung an der Universität des Saarlandes, ist der neue Band „Queer, Migration and Belonging“ erschienen.
Er wird am Dienstag,  31. Oktober 2023, um 19 Uhr in der FrauenGenderBibliothek Saar vorgestellt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.

Band 26 der Schriftenreihe SOFIE umfasst Artikel zur politischen und persönlichen Situation queerer Geflüchteter weltweit.
Wissenschaftler:innen aus den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Kanada und Deutschland haben im Rahmen ihrer Forschungsarbeit im Austausch mit der Universität des Saarlandes (FORUM Geschlechterforschung) Beiträge eingereicht, die von Professorin Astrid Fellner und Eva Nossem herausgegeben wurden.

Die Veranstaltung stellt die Schriftenreihe sowie die aktuelle Ausgabe vor und lädt zur Diskussion mit Autoren und Autorinnen, Geflüchteten und Multiplikatorinnen.

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Filmabend „Heimaten der Töchter“ am 27. September

Filmabend „Heimaten der Töchter“ am 27. September

Im Rahmen der interkulturellen Woche der Landeshauptstadt Saarbrücken laden das ZIB Saarbrücken, der AK Migrantinnen, die FrauenGenderBibliothek Saar und MiNET Saar ein:

Filmabend „Heimaten der Töchter“ von und mit Regisseurin Uli Bez am Mittwoch, 27.9.2023, um 17:30 Uhr im Filmhaus Saarbrücken, Mainzer Str. 8, 66111 Saarbrücken

Fünf Frauen: Paloma, Vicky, Agata, Melis und Nadira. Sie leben in Reutlingen, Tübingen und Sonnenbühl und haben eine Migrationsgeschichte, denn ihre familiären Wurzeln liegen in Brasilien, Griechenland, Polen, der Türkei und Usbekistan. Der Film verwebt die Erzählungen der Protagonistinnen und richtet sein Augenmerk auf die bereichernde Wechselwirkung zwischen den kulturellen Vorder- und Hintergründen, die jede von ihnen charakterisiert. Mit Charme und Tiefgang erzählen die Frauen von Zugehörigkeit und Entfremdung in einer globalisierten Welt. Jenseits von Zuschreibungen öffnen ihre spannenden Lebensgeschichten einen wachen Blick auf unsere Gesellschaft und skizzieren darüber hinaus eine Welt, wie sie sein könnte.

Eintritt: frei
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit der Regisseurin Uli Bez.
Platzreservierung möglich über www.filmhaus-sb.de

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Gender – Macht – Nachhaltigkeit: Eine Erläuterung am Handlungsfeld Mobilität am 19.9.2023

Gender – Macht – Nachhaltigkeit: Eine Erläuterung am Handlungsfeld Mobilität am 19.9.2023

Vortrag und Kurzworkshop mit Dr. Andrea Amri-Henkel:
Gender – Macht – Nachhaltigkeit: Eine Erläuterung am Handlungsfeld Mobilität
am Dienstag, 19. September 2023, 18-20 Uhr in der FrauenGenderBibliothek Saar.

Nachhaltigkeit und Gender: Für viele hat dies nicht auf den ersten Blick etwas miteinander zu tun. Obwohl Gleichstellung zu den Zielen Nachhaltiger Entwicklung (SDGs) der UN gehört, liegt der Zusammenhang von Gender mit ökologischen Themen nicht unbedingt auf der Hand. Im Vortrag wird Gender als macht- und herrschaftskritische Perspektive vorgestellt, mit welcher die Abwertungen der patriarchalen Gesellschaft sichtbar gemacht werden können. Diese betreffen soziale und ökologische Themen gleichermaßen. Anhand des Handlungsfeldes Mobilität wird veranschaulicht, wie sich patriarchale Strukturen auswirken und wie diese transformiert werden können. Es wird gezeigt, dass eine ökologische und eine sozial gerechte Mobilitätswende nur Hand in Hand funktionieren. Hierfür werden Ergebnisse des vom BMWK geförderten Forschungsprojektes SUZANNA (Entwicklung von Suffizienz-geleiteten Angeboten und Narrativen als Teil der Energiewende) präsentiert. In einem interaktiven Teil werden gemeinsam Ideen und Lösungsmöglichkeiten für den Handlungsbereich diskutiert.
Dr. Andrea Amri-Henkel ist Nachhaltigkeitswissenschaftlerin mit einem Fokus auf Nachhaltigkeitspolitik und Strukturen sozialer Ungleichheit sowie Gender. Zwischen 2015 und 2020 war sie assoziierte Wissenschaftlerin an der Forschungsgruppe Umweltplanung des Institutes für Nachhaltigkeitssteuerung INSUGO der Leuphana. Seitdem ist sie am Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme IZES gGmbH in Saarbrücken u.a. in koordinierender Funktion für die Leitstelle Elektromobilität tätig. Im Projekt SUZANNA* bearbeitet sie die Frage, wie Suffizienz als Nachhaltigkeitsstrategie bei verschiedenen sozialen Gruppen befördert werden kann. Sie ist Lehrbeauftragte für Nachhaltigkeitspolitik im MBA Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Gender, Nachhaltigkeit, Umwelt und Transformation in der Fachgesellschaft Gender.

*FKZ: 03EI5222A-C; Projektpartner: IZES gGmbH, IKEM, arepo GmbH
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Poetikvorlesung Sonja Ruf: „Die Stimme aus den Wolken“ am 18.7.2023

Poetikvorlesung Sonja Ruf: „Die Stimme aus den Wolken“ am 18.7.2023

Poetikvorlesung mit der Saarbrücker Schriftstellerin Sonja Ruf
am Dienstag, 18. Juli 2023, um 18:30 Uhr in der FrauenGenderBibliothek Saar

Ein Abend voller Leidenschaft für die Literatur! Für Lesende, für Schreibende, für alle, die ohne den Trost der Bücher nicht leben möchten.
Jede Poetik-Vorlesung spricht über die Bedingungen und Voraussetzungen für Literatur.

Sonja Ruf erzählt von ihrem Leben als Schriftstellerin, stellt die Fragen nach dem Warum einer schriftstellerischen Existenz, dem Wie, dem Stil und den Themen. Es geht um Souveränität, um den Wortschatz als Handwerkszeug, die Bedingungen für Kreativität, das Flow- und Kohärenz-Gefühl, über entscheidende Lese-Erlebnisse, über Bücher für Autor:innen und Bücher für alle. Sprachspiel, Fabulierlust, Phantasie. Was überwiegt: der Auftrag, eine Zunge der anderen zu sein – oder das Sich-Verlieren-Möchten in einer Welt, in der die Sprache zählt, und sonst nichts.

Die Schriftstellerin Sonja Ruf, im Nordschwarzwald geboren und aufgewachsen, wohnt seit 2012 in Saarbrücken. Sie veröffentlicht seit 1990 Romane, Erzählungen und Lyrik. Es liegen inzwischen 14 Bücher vor.
Texte erschienen beim Verlag Nagel&Kimche, dem Konkursbuch-Verlag, bei fhl und dtv, im Rowohlt-Verlag, in den Saarbrücker Publikationen: „Der Streckenläufer“, „Kakadu“, „Saarbrücker Hefte“, in der Reihe „Topicana“ des Künstlerhauses.
Sonja Ruf leitete zwischen 2014 und 2023 Kurse für Kreatives Schreiben in der FrauenGenderBibliothek Saar.
Teilnahme an „Lausch-Rausch“ (Arbeit und Kultur 2023), Auftritte im SR2 Kulturradio („Literatur im Gespräch“ mit Tilla Fuchs) und im TV („Wir im Saarland – Kultur“, Beitrag von Uwe Loebens), etliche Lesungen.
Zahlreiche Förderungen, u.a. Stipendium im Schloss Wiepersdorf auf Einladung des Saarlandes, erste „artist in residence“ an der Damra oberhalb von St. Wendel.

Die Veranstaltung wird die vorläufig letzte Gelegenheit sein, Sonja Ruf im Saarland zu erleben, denn sie verlässt das inzwischen vertraute und auch geliebte Saarbrücken nach elf Jahren aus reiner Abenteuerlust und Neugierde, um ins noch fast unbekannte Bremen zu ziehen.

Weitere Infos und Kontakt:
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Straße 111
66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
info@frauengenderbibliothek-saar.de
www.frauengenderbibliothek-saar.de
Facebook: Frauengenderbibliothek Saar
Instagram: frauengenderbibliothek_saar

Die Arbeit der FrauenGenderBibliothek Saar wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, der Landeshauptstadt Saarbrücken, der ARBEIT + KULTUR Saarland gGmbH und dem Förderverein der FGBS.

Foto: Sonja Ruf (l.) mit ihrer Verlegerin Claudia Gehrke auf der Buchmesse 2023 in Leipzig (c) Berndt Milde

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Vortrag Rebekka Endler: „Das Patriarchat der Dinge“ am 26.6.2023 um 18 Uhr

Vortrag Rebekka Endler: „Das Patriarchat der Dinge“ am 26.6.2023 um 18 Uhr

Die Stiftung Demokratie Saarland und die FrauenGenderBibliothek Saar laden ein:
Buchvorstellung mit Rebekka Endler: „Das Patriarchat der Dinge – Warum die Welt Frauen nicht passt“

Unsere Umwelt wurde von Männern für Männer gestaltet. In ihrem Vortrag wird Rebekka Endler uns die Augen für das am Mann ausgerichtete Design öffnen, das uns überall umgibt. Und sie zeigt, welche mitunter lebensgefährlichen Folgen dies für Frauen hat. Unsere komplette Schulmedizin ist – mit Ausnahme der Gynäkologie – auf den Mann geeicht. Von Diagnostik-Verfahren und medizinischen Geräten bis hin zur Dosierung von Medikamenten. Aber auch die Dummys für Crash-Tests von Autos sind am männlichen Körper ausgerichtet und damit das ganze Auto samt Airbags und Sicherheitsgurten. Der öffentliche Raum ist ebenso für Männer gemacht: Architektur, Infrastruktur und Transport, sogar die Anzahl öffentlicher Toiletten. Wer überlebt einen Herzinfarkt? Wer friert am Arbeitsplatz und für wen ist er gestaltet? Für wen sind technische Geräte gut zu bedienen? Für wen ist das Internet? Das Patriarchat ist Urheber und Designer unserer Umwelt. Wenn wir uns das bewusst machen, erscheinen diese Fragen plötzlich in einem ganz anderen Licht.

Rebekka Endler ist freie Autorin, Journalistin und Podcasterin. „Das Patriarchat der Dinge“ ist ihr erstes Buch. Endler macht Reportagen für Deutschlandfunk Nova, Deutschandfunk Kultur, Deutschlandfunk und den WDR. Außerdem schreibt sie für Magazine über Menschen, Kunst & Kultur, Politik & Soziales. Grundsätzlich gibt es nichts, was sie nicht interessiert.

Veranstaltungsort: Politische Akademie der SDS, Europaallee 18, 66113 Saarbrücken
Eintritt: frei
Zum Anmeldeformular

Plus: Livestream bei YouTube

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Vortrag von Canan Turan  „‘Ain’t I A Woman?’ Das Lebenswerk der intersektionalen Feministin, Kulturkritikerin und Autorin bell hooks“ am 14.6.2023 um 18 Uhr

Vortrag von Canan Turan „‘Ain’t I A Woman?’ Das Lebenswerk der intersektionalen Feministin, Kulturkritikerin und Autorin bell hooks“ am 14.6.2023 um 18 Uhr

Die Literaturwissenschaftlerin bell hooks (1952-2021) gilt als eine der wichtigsten feministischen Theoretiker:innen unserer Zeit. In ihren fast 40 Büchern behandelte sie mit einer zugänglichen, dialogischen Sprache so vielfältige Themen wie Feminismus, Patriarchat, Sexismus, Kapitalismus, Rassismus, Geschichte, Pädagogik, Poesie, Popkultur, Medien, Film und Liebe. Schon bevor Kimberlé Crenshaw 1989 den Begriff ‚Intersektionalität‘ prägte, schrieb hooks in “Ain’t I A Woman? Black women and feminism“ (1981) über die Verflechtung von race, Klasse und Gender und, wie diese Systeme der Unterdrückung hervorbringt. Am weißen Mainstream-Feminismus kritisierte hooks, dass er die Stimmen und Erfahrungen von Schwarzen Frauen marginalisierte. Deren Empowerment, Respekt und Inklusion war ihr ein Hauptanliegen. Dieser Vortrag würdigt bell hooks’ Lebenswerk durch eine Einführung in ihre inspirierende Biographie und zentralen Konzepte, wie die white supremacist capitalist patriarchy, den oppositionellen Blick Schwarzer Zuschauer*innen oder Liebe als Metapher für eine solidarische Gesellschaft.

Canan Turan (M.A.) studierte Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Dokumentarfilm an der Goldsmiths, University of London. Sie arbeitet als freischaffende Kuratorin, Autorin, Referentin und Moderatorin und engagiert sich für eine diskriminierungskritische Filmkultur in Deutschland.

Veranstalterinnen: Deutsch-Amerikanisches Institut Saarland, Forum Geschlechterforschung sowie Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur und Kultur der Universität des Saarlandes, FrauenGenderBibliothek Saar.
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes.

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