Chick Lit – Mehr als Happy Ends und Mr. Rights

Chick Lit – Mehr als Happy Ends und Mr. Rights

Von der literarischen Elite verpönt, von vielen Feminist_innen kritisiert, dennoch von den Fans heiß geliebt und seit fast 20 Jahren aus den Bestsellerlisten nicht wegzudenken: Chick Lit (im Deutschen oftmals übersetzt als „Tussi Literatur“).

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Emanzipation zwischen Mode und Konsum: Russische Frauenillustrierte um 1900

Emanzipation zwischen Mode und Konsum: Russische Frauenillustrierte um 1900

Kommerzielle Frauenzeitschriften als Motor der Frauenemanzipation? Kann das sein? – Es konnte! Wie in Deutschland erschienen auch im russischen Zarenreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten Frauen-Illustrierten, deren Besonderheit in ihrer „modernen Kommunikationsleistung“ bestand. Denn anhand von Fotografien und den ersten Fotoreportagen thematisierten sie in einer Mischung von feministischen Grundsatzartikeln und kurzweiliger Belletristik, von Haushalstipps, Mode und Kosmetik das Leben der „neuen“ Frau. Mit ihrer ansprechenden Bildberichterstattung erreichten sie ein weibliches Massenpublikum und trugen zu einem veränderten Selbstbewusstsein von Frauen in der Öffentlichkeit bei.

Der Vortrag stellt zunächst die Bandbreite der damaligen Frauenpresse vor, dann geht es um die Journalistinnen und Leserinnen dieser Journale: Wer waren die Frauen, die in kommerziell finanzierten Organen feministische Parolen verbreiten und Karriere machen konnten? Und: Wer waren die Leserinnen dieser Journale? Was fanden sie an ihnen so interessant, dass sie diese Journale abonniert und regelmäßig gelesen haben?

Die Referentin Dr. Barbara Duttenhöfer ist Historikerin, war aber auch schon als Filmemacherin, Buchhändlerin und Winzerin aktiv. Universität des Saarlandes (HOK).

Der Eintritt ist frei.

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„Eden“ – Film und Diskussion zum Thema Zwangsprostitution und Frauenhandel

„Eden“ – Film und Diskussion zum Thema Zwangsprostitution und Frauenhandel

Regie: Megan Griffiths

Spielfilm, 2012, USA. OV mit dt. UT, 98 Min.

 

Eines Abends, als die minderjährige Hyun Jae wieder einmal mit ein paar Freunden mit gefälschtem Ausweis eine Bar besucht, wird sie von einem Feuerwehrmann im Feierabend nach Hause gefahren. Zu spät erkennt sie, dass er nicht der ist, für den er sich ausgegeben hat, und sie wird in eine entlegene Lagerhalle verschleppt. Fortan besteht ihr Alltag darin, gemeinsam mit anderen entführten Mädchen wohlhabenden Männern für sexuelle Dienste aller Art bereit zu stehen. Geleitet wird der Sexhandelsring von Bob Gault, der zugleich als ansässiger Polizeichef für die nötige Deckung des Menschen verachtenden lukrativen Geschäfts sorgt. Ein packender Film, der auf einem wahren Fall von sexueller Vesklavung in den USA basiert.

Regisseurin Megan Griffiths erhielt für den Film den Emerging Woman Award des Southwest Film Festivals 2012.

Hauptdarstellerin Jamie Chung gewann beim Seattle International Film Festival den Golden Space Needle Award als Beste Darstellerin.

Anschließend an den Film diskutieren Florence Humbert, Mitglied bei Terre des Femmes und im Netzwerk "Stop Sexkauf", und Barbara Filipak (Beratungsstelle für Migrantionnen ALDONA e.V.) mit dem Publikum.

 

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

"sklaven-los. Saar-Bündnis gegen Globale Sklaverei heute", Frauengruppe COURAGE und FrauenGenderBibliothek Saar

 

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Refugees welcome!

Am Mittwoch, 22. April, um 15.00 Uhr  besucht eine Gruppe von Flüchtlingsfrauen aus der Landesaufnahmestelle Lebach die FrauenGenderBibliothek Saar. Wir freuen uns auf interessierte Besucherinnen aus Saarbrücken und auf einen engagierten Austausch über Lebenserfahrungen und Ziele und Wünsche der Flüchtlingsfrauen.

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Am 8. März ist internationaler Frauentag!

Am 8. März ist internationaler Frauentag!

Der Internationale Frauentag blickt auf eine lange Tradition zurück. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen. Textilarbeiterinnen-Streiks in den USA Ende des 19. Jahrhunderts waren der Anfang. 1911 (am 19. März) Initiierte Clara Zetkin (1857-1933) den ersten Internationale Frauentag in Deutschland. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

Die zentralen Forderungen waren:

  • Kampf gegen den imperialistischen Krieg
  • Wahl- und Stimmrecht für Frauen
  • Arbeitsschutzgesetze
  • ausreichender Mutter- und Kinderschutz
  • der Achtstundentag
  • gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung
  • Festsetzung von Mindestlöhnen

Weitere Informationen gibt es in der

FrauenGenderBibliothek in Sarbrücken

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Zweihundert von One Billion Rising tanzten gegen Gewalt an Frauen

Zweihundert von One Billion Rising tanzten gegen Gewalt an Frauen

Weltweit erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt. Statistisch sind dies eine Milliarde (= one billion) Frauen. ONE BILLION RISING ist ein weltweiter Aufruf an all diese Frauen, und alle, die sie lieben, sich am Valentinstag zu erheben und ein Zeichen zur Beendigung dieser Gewalt zu setzen. Deshalb gab es einen Super-Flashmob am 14.2. vor der Europagalerie in Saarbrücken, unter dem Motto: Erhebt euch – befreit euch – tanzt!

Rednerinnen wiesen darauf hin, dass auch in Deutschland noch jede vierte Frau von Gewalt betroffen ist – Häusliche Gewalt ist immer noch das größte Gesundheitsrisiko für Frauen. Und Vergewaltigung als KRIEGSWAFFE erleben Frauen und Mädchen derzeit in vielen Weltgegenden mit großer Brutalität: im Irak, in Syrien, in Nigeria ("Bring Back our Girls"), und durch den sogenannten Islamischen Staat.

Die Frauenbewegung hat dieses Thema vor fast einem halben Jahrhundert aus der Tabuzone geholt – Eve Ensler hat mit ihrem V-Day und der Kampagne "One Billion Rising" hoffentlich eine neue noch stärkere Bewegung gegen die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen initiert.

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Russland ohne Russinnen

Russland ohne Russinnen

Die Autorin zeichnet Porträts der Frauen, die Russland geprägt haben: eine die Jahrhunderte umspannende Galerie von Frauen, in deren wechselvollen Lebensläufen Talent und Berufung treibende Kräfte waren. Tatjana Kuschtewskaja ist Journalisitin und Verfasserin zahlreicher Bücher über Russland, seine Menschen und seine Landschaften. Ihr Kennzeichen ist eine farbige und humorvolle Kulturgeschichte des Riesenreiches.

 

Eine gemeinsame Veranstaltung von FrauenGenderBibliothek und Russisches Haus e.V.

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Zu Weihnachten Flüchtlingsfrauen unterstützen! Wie? Ganz einfach!

Wir haben eine Spendenbox für Flüchtlingsfrauen in der FrauenGenderBibliothek aufgestellt und werden den Inhalt direkt und ohne Abzüge an die Kolleginnen der Beratungsstelle Lebach und an Saarbrücker Flüchtlingsinitiativen weiterleiten.

Wenn Sie größere Beträge spenden möchten, sprechen Sie uns an, wir vermitteln Ihre Spende direkt.

Das Team der FrauenGenderBibliothek wünscht allen unseren LeserInnen erholsame Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr 2015!

Letzter Ausleihetag ist der 23. Dezember, wir öffnen wieder am 6. Januar.

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Nachruf auf Leslie Feinberg

Nachruf auf Leslie Feinberg

Die/der  politische AktivistIn und AutorIn Leslie Feinberg ist am Samstag den 15.11.2014 im Alter von nur 65 Jahren verstorben. (Foto: wiki, www.phenomelle.de)

Leslie Feinberg, die sich selber als Trangender definierte und daher mit Beidem angesprochen werden wollte, zählt neben Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson zu einer der tragenden Figuren der us-amerikanischen Trans Liberation und LGBT-Bewegung. Ihr/sein Leben hatte und hat enormen Einfluss auf politische Bewegungen, Theoriebildung, literarisches Schreiben von und über Lesben und Trans* und AktivistInnen weit über die USA hinaus.

In Deutschland wurde sie/er durch den Roman „Träume in den erwachenden Morgen“ berühmt und verschaffte Generationen von jungen Lesben, Transgender und Intersexuellen Identifikationsmomente die manch eineN aus dem Schrank rauslockte oder auf die Straße gedrängt hat.

Am Ende ihres Lebens sagte sie, sie sei niemals auf der Suche nach einem weit verbreiteten Sammelbegriff für Identitäten gewesen, im Gegenteil, sie/er halte an dem Recht auf Selbstbestimmung von Individuen, Communitys, Gruppen und Nationen fest.

In diesem Zitat von Feinberg spiegelt sich die Mehrdimensionalität ihrer/seiner politischen Perspektive wieder: Trans*diskriminierung und Hetero-Sexismus kann nicht von Rassismus und Klassenunterdrückung/Klassismus getrennt werden. So sprach sich Feinberg beständig in Reden und Texten gegen Kriege, Militarisierung, Gefängnisse, rassistische Gewalt durch Staat und staatliche Behörden, Diskriminierung im Gesundheitssystem, Ausbeutung von ArbeiterInnen (of Color) und Kapitalismus aus, organisierte mehrere Demonstrationen und Märsche mit, unterstützte aktivistische Gruppen. Zu Feinbergs bekanntesten Veröffentlichungen zählen die Romane Stone Butch Blues (Träume in den erwachenden Morgen, 1984) und Drag King Träume (2008) sowie die Sachbücher (leider alle nicht übersetzt) Transgender Liberation: A Movement Whose Time Has Come (1992), Transgender Warriors: Making History (1996) und Trans Liberation: Beyond Pink or Blue (1999).

Weitere Informationen über Lesie Feinberg finden sich auf Feinbergs Webseite transgenderwarrior.org. Hier befindet sich auch ein ganzes Archiv über Leslies Schaffen, unter anderem eine deutschsprachige Übersetzung von Transgender Liberation von 1992. Lavender & Red: Feinbergs Artikel im Workers World Magazine zu den Verknüpfungen von sozialistischen und LGBT-Bewegungen. Die AktivistIn, und Wegbegleiterin Minnie Bruce Pratt hat auf Advocate.com einen liebevollen und faktenreichen Nachruf auf Feinbergs Leben und Wirken verfasst. (Dr. Muriel Gonzalez Athenas)

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Malala Yousafzai – ein Vorbild (nicht nur) für Millionen Mädchen

Malala Yousafzai – ein Vorbild (nicht nur) für Millionen Mädchen

Malala Yousafzai, die diesjährige pakistanische Aktivistin für Mädchenbildung und Kinderrechte, ist die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten. Mit ihrem unerschrockenen Kampf für das Recht eines jeden Mädchens auf Zugang zu Bildung hat sie sich in ihrem Heimatland Pakistan viel Bewunderung erworben, aber auch Hass ausgesetzt. Einen lebensgefährlichen Anschlag der Taliban überlebte sie knapp, seitdem lebt sie in Großbritannien und setzt ihren Kampf dafür, dass die Stimme der Mädchen und Kinder in der Welt gehört wird, unerschrocken fort.

Der Deutsche Frauenrat und zahlreiche Frauenorganisationen auf der ganzen Welt gratulieren!

Der Brief im Wortlaut:

»Sehr geehrte Malala Yousafzai,

der Deutsche Frauenrat, die größte frauenpolitische Lobby in Deutschland, gratuliert Ihnen sehr herzlich zum Friedensnobelpreis. Wir haben uns über die Entscheidung des Preiskomitees sehr gefreut. In ihr liegt politischer Weitblick und Ermutigung für jede und jeden Einzelnen, sich unbeirrt für die eigenen Rechte und die der anderen einzusetzen. Besonders in Zeiten, in denen politische Institutionen sich oft als zu schwach zeigen bei der Verteidigung ihrer Schutzbefohlenen, zählt das gesellschaftspolitische Engagement des Individuums umso mehr.

You can make a difference. Das haben Sie bereits in sehr jungem Alter bewiesen. Mit Ihrem Mut und Ihrer Überzeugungskraft sind Sie heute nicht nur für Millionen Mädchen weltweit ein großes Vorbild. Die Rechte von Mädchen auf Bildung und ein Leben ohne Gewalt und Ausbeutung stehen im Forderungskatalog der Pekinger Aktionsplattform aus dem Jahr 1995. Wenn wir diese Agenda heute, zwanzig Jahre später, einer Revision unterziehen, müssen wir feststellen: Wir sind von diesem Ziel immer noch sehr weit entfernt.

Der Kampf für die Rechte von Mädchen hat durch Sie ein ganz persönliches Gesicht bekommen – und hoffentlich nachhaltigen Auftrieb.«

Eine Autobiografie ist gerade erschienen:

Ich bin Malala.
Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft.
München 2013
Hardcover, 08.10.2013, 400 S.
19,99 €
ISBN: 978-3-426-27629-7

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