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LSBTIQA*-Comic-Ausstellung

LSBTIQA*-Comic-Ausstellung

Der LSVD Saar, die FrauenGenderBibliothek Saar und der AK Queer der Universität des Saarlandes laden ein zur Ausstellung der Ergebnisse des Comic-Workshops vom vergangenen Wochenende!
Unter der Anleitung von Elizabeth Pich (@fffungirl) setzten sich die Teilnehmenden anslässlich des Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans-, A*-Feindlichkeit (IDAHOBITA) kreativ mit LSBTQIA-Themen auseinander.

Die entstandenen Comics sind ab 17.5.2022 hier online und analog im Foyer des Audimax (B4.1) an der Universität des Saarlandes (bis Samstag, 21. Mai 2022, 16 Uhr) ausgestellt.

Das Projekt wird gefördert durch die MONOM Stiftung für Veränderung.

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Monika Löb (1949 – 2021). Ein Nachruf

Monika Löb (1949 – 2021). Ein Nachruf

Eine Vorkämpferin der autonomen Frauenbewegung in Saarbrücken ist verstorben.

Monika Löb, Psychotherapeutin und feministische Aktivistin, hat die bewegten Jahre der saarländischen Frauenbewegung zwischen Anfang der 1970er bis in die Neunziger Jahre stark geprägt. Im „Frauenladen“ in der Saarbrücker Cecilienstraße, der Keimzelle der autonomen Frauenbewegung, war sie von Anfang an dabei. Leidenschaftlich diskutierte sie über Frauenbefreiung und politische Autonomie, aber auch gegen linken Patriarchalismus. Sie war dabei, wenn Aktionen gegen das Abtreibungsverbot des § 218 oder Nachtdemos gegen Vergewaltigung organisiert wurden. Frauenfeste, ein wichtiges Moment der neu erlebten Solidarität unter Frauen, fanden selten ohne Monika statt. Wichtig war ihr immer die Unabhängigkeit der Frauen und ihrer Kämpfe. Als Dreh- und Angelpunkt sah sie die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, ob es um Gewalt gegen Frauen, um den Kampf gegen den § 218 oder um die Anerkennung lesbischer Lebensweisen und lesbischer Sexualität ging. Als  junge, teils alleinerziehende Mutter in der lesbischen Community brach sie damals so manches Tabu und öffnete den innerfeministischen Diskurs.

Als Psychotherapeutin hat Monika beruflich Frauen begleitet und zugleich Netzwerke engagierter Psychologinnen im Saarland mitaufgebaut. Nach ihrem Wegzug aus dem Saarland lebte und arbeitete sie in einer Frauen(wohn)gemeinschaft auf dem Land bei Oldenburg. Dort engagierte sie sich u.a. in der Frauen- und Flüchtlingsarbeit.

Monika unterstützte die 1990 in Saarbrücken gegründete Frauenbibliothek von Anfang an, als Förderin und als Impulsgeberin. Dafür sind wir ihr dankbar. Und wir sind froh, dass wir mehrere Audio- Interviews mit Monika führen konnten und diese sowie handschriftliche Aufzeichnungen und Fotos von ihr in unserem Archiv aufbewahren und digitalisieren konnten. Hier stehen diese Hinterlassenschaften eines feministisch engagierten Lebens allen Interessierten zur wissenschaftlichen Recherche und zur privaten Erinnerung dauerhaft zur Verfügung.

Monika Löb – ein Vorbild, eine Kämpferin, und für viele eine wunderbare Freundin, hat uns für immer verlassen. Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.

Annette Keinhorst für die FrauenGenderBibliothek Saar, Februar 2022
Foto: Archiv der FrauenGenderBibliothek Saar, vlnr: Dr. Annette Keinhorst, Dr. Eva Becker, Monika Löb, 1999

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10 Jahre Mentoringprogramm MiNET Saar

10 Jahre Mentoringprogramm MiNET Saar

MiNET Saar, das MentoringNetzwerk für Migrantinnen der FrauenGenderBibliothek Saar, feiert 10jähriges Bestehen.

MiNET Saar wurde 2012 nach einjähriger Aufbauphase unter der Trägerschaft der FrauenGenderBibliothek Saar und mit Unterstützung des Zuwanderungs- und Integrationsbüros und des Frauenbüros der Landeshauptstadt Saarbrücken sowie anfangs auch des Regionalverbands Saarbrücken gegründet. Nach anfänglicher Förderung durch Projektmittel des Bundes und Spenden wird das Programm seit 2020 aus Landesmitteln gefördert.

Im Verlauf des 10jährigen Bestehens konnten rund 100 hochqualifizierte ehrenamtliche  Mentorinnen gewonnen werden, einige von ihnen durchlaufen zurzeit die fünfte Mentoring-Runde. Rund 90 Mentees haben das Programm im Tandem mit einer Mentorin inzwischen durchlaufen. Frauen aus über 35 Nationen und mehr als 40 Branchen haben so mithilfe der Begleitung und Unterstützung durch MiNET Saar einen Arbeitsplatz oder eine bessere Chance auf dem saarländischen Arbeitsmarkt erhalten.

„Dass MiNET Saar notwendig und eine gute Idee ist, war uns von Anfang an klar. Dass es sich so erfolgreich im Saarland etablieren würde, mittlerweile auch unterstützt durch die saarländische Landesregierung, haben wir vor zehn Jahren nicht zu hoffen gewagt“, resümiert Gründerin und Vorständin Dr. Annette Keinhorst. Mitgründerin Veronika Kabis (Zuwanderungsbüro) begleitet von Anfang an mit engagiertem integrationspolitischem Know How: „Frauen, die sich sonst nie begegnet wären, treffen im Mentoring-Tandem auf Augenhöhe aufeinander und finden gemeinsam hilfreiche Zugänge zu neuen (beruflichen oder privaten) Chancen und Netzwerken.“

MiNET Saar bietet Migrantinnen ein Netzwerk von qualifizierten Integrations- und Arbeitsmarktexpertinnen, Trainerinnen und Beraterinnen, die sie mit qualifizierenden Workshops, Informationsveranstaltungen und durch monatliche Netzwerk- und Austauschtreffen begleiten. Für das Jahr 2022 sind noch Plätze frei. Interessierte Migrantinnen können sich jederzeit für ein Mentoring anmelden. Die Teilnahme im Programm ist kostenlos.

Kontaktinformationen:
Projektkoordinatorin Iulia Fricke, M.A.
FrauenGenderBibliothek Saar
Großherzog-Friedrich-Str. 111, 66121 Saarbrücken
Tel. 0681-9388023
minet-saar@frauengenderbibliothek-saar.de

https://frauengenderbibliothek-saar.de/minet-saar-mentoringnetzwerk-fuer-migrantinnen/

Facebook: Minet Saar

Das Projekt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefördert.

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Buchauswahl zum Black History Month Februar

Buchauswahl zum Black History Month Februar

Bernardine Evaristo: Manifesto  – Warum ich niemals aufgebe

Peggy Piesche (Hg.): Euer Schweigen schützt euch nicht – Audre Lorde und die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland

may ayim: blues in schwarz weiss

Ika Hügel-Marshall: Daheim unterwegs – Ein deutsches Leben

Natasha A. Kelly (Hg.): Schwarzer Feminismus

Sharon Dodua Otoo: Adas Raum

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Neue Bücher im Bestand

Neue Bücher im Bestand

Folgende Bücher haben wir ab sofort neu in der Ausleihe:

Julia Korbik: Bonjour Liberté – Francoise Sagan und der Aufbruch in die Freiheit

Luise F. Pusch und Sookee im Gespräch: Feminismus und Sprache

Afropäerinnen – Theatertexte aus Frankreich und Belgien von Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Dioui und Éva Doumbia

Birgit Buchinger, Renate Böhm und Ela Großmann (Hrsg.): Kämpferinnen

Violette Leduc: Thérèse und Isabelle

Mareice Kaiser: Das Unwohlsein der modernen Mutter

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Aktion „Feminismus betrifft mich nicht  – Doch tut es!“ am 3.5.2025

Aktion „Feminismus betrifft mich nicht – Doch tut es!“ am 3.5.2025

FeminisMussSaar ist eine für alle Interessierten jederzeit offene Aktionsgruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, feministische Themen durch Interventionen im öffentlichen Raum sichtbarer zu machen.

Mit der ersten Aktion ist die Gruppe zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen im November 2024 auf die Straße gegangen um auf die verschiedenen Arten von Gewaltformen aufmerksam zu machen.

Nach dieser erfolgreichen Intervention geht es nun weiter: Am 3. Mai (bei Regen am 10. Mai) von 11 bis 13 Uhr animiert die Gruppe FeminisMuss Saar vor der Europagalerie in Saarbrücken Passant:innen mit verschiedenen Mitmachelementen zum Nachdenken und Diskutieren unter dem Titel „Feminismus betrifft mich nicht – Doch tut es!“
Hierbei werden Passanten und Passantinnen eingeladen, ihre Meinung zu teilen über geschlechtsbezogene Unterschiede in den Bereichen Medizin, Beruf, Sicherheit und Familie.

Um die nächsten Aktionen zu planen, trifft sich die offene Gruppe weiterhin an jedem 2. und 4. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr in der FrauenGenderBibliothek Saar (Großherzog-Friedrich-Str. 111, 66121 Saarbrücken). Kommenden Monat sind das der 14. und 28. Mai.

Mehr Infos zur Aktionsgruppe gibt es bei Instagram unter @feminismuss_saar

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Film und Gespräch: „Vor 40 Jahren in die Zukunft: FrauenstudienWeiterbildungsprojekt an der Universität des Saarlandes“ am 31.10.2024 um 18 Uhr

Film und Gespräch: „Vor 40 Jahren in die Zukunft: FrauenstudienWeiterbildungsprojekt an der Universität des Saarlandes“ am 31.10.2024 um 18 Uhr

Vor 40 Jahren in die Zukunft: FrauenstudienWeiterbildungsprojekt an der Universität des Saarlandes

Wie aus individuellem Bildungshunger gesellschaftliche Partizipation wurde und warum uns das heute noch bewegen kann.

Mit drei Jahren Vorlauf startete im Wintersemester 1987 der erste wissenschaftliche Weiterbildungsstudiengang als Modellversuch an der Universität des Saarlandes für Menschen ohne formale Hochschulzugangsberechtigung als reine Frauensache.

Die Frauenstudien konnten in der Folge leider nicht an der Universität des Saarlandes etabliert werden. Aber die Absolventinnen ließen sich nicht mehr von der großen Bildfläche vertreiben. Das Private verstehen, es politisch übersetzen und in Partizipation wandeln ist diesen Pionierinnen in vielfältiger Weise bis in die Zukunft gelungen.

Eine Veranstaltung mit Zeitzeuginnen der Frauenstudien in Film und live, einem Impuls zur Sache und einer moderierten Diskussion.

Referentin: Dagmar Scherer
ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin des FrauenstudienWeiterbildungsprojektes,
Dipl. Psychologin, Sozialwissenschaftlerin und Supervisorin

Termin: Donnerstag, 31.10.2024 um 18 Uhr
Veranstaltungsort: FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Straße 111, 66121 Saarbrücken

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Do you MINT*? – Frauen und Technik an der htw saar: Ausstellung und Talks in der Stadtbibliothek Saarbrücken

Do you MINT*? – Frauen und Technik an der htw saar: Ausstellung und Talks in der Stadtbibliothek Saarbrücken

Die Stadtbibliothek präsentiert in Kooperation mit der htw saar und der FrauenGenderBibliothek Saar vom 24. Oktober 2023 bis 6. Januar 2024 eine Ausstellung der htw Saar mit Portraits und Interviews, in denen Studentinnen und berufstätige Frauen zeigen, wie vielfältig MINT sein kann.

MINT, die Abkürzung für die Studienfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, prägt unsere Lebensqualität, unser soziales Miteinander, unsere Mobilität und unsere Kommunikation. MINT-Kompetenzen sind Zukunftskompetenzen. Verschiedene Studiengänge sind in diesem Feld angesiedelt. Dem Oberbegriff werden eine Vielzahl von Berufen zugeordnet. Ohne die Aktivierung neuer MINT-Talente können globale Herausforderungen wie die Klimakrise nicht bewältigen werden.

MINT steht aber auch für Mädchen in Naturwissenschaft und Technik. Das Gendersternchen im Titel der Ausstellung steht für die Vielfalt der Geschlechtsidentitäten. Digitalisierung und Technologie verändern die Welt. Nur, wenn alle Geschlechter aktiv involviert sind, kann unsere Gesellschaft die Chancen dieser Entwicklung umfassend nutzen. Die Ausstellung zeigt, dass tolle Ausbildungsprogramme, Jobmöglichkeiten und Berufsaussichten gerade auch auf Frauen warten.

Begleitet wird die Ausstellung von zwei MINT*Talks:

Talk-Runde 1
8. November | 19 Uhr | „Die Welt ist bunt! – Ingenieurwesen als traditioneller Frauen-Beruf?!“

Talkgäste: Profin. Drin. Xiaoying Wang, Elektrotechnik / Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV); Liudmyla Kukhanovska, Studentin Elektrotechnik;      Dipl. Ing.in Khadija Asbai, Laboringenieurin

Talk-Runde 2
22. November | 19 Uhr | „Wie bin ich denn hier gelandet?“ – Berufsrollen und Stereotype am Beispiel von Pilotinnen und Ingenieurinnen

Talkgäste: Prof. Dr. Kerstin Heuwinkel, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Tourismuswirtschaft Wirtschaftswissenschaften, Soziologin; Dipl.-Ing. Bettina Schäfer, Labor Konstruktiver Ingenieurbau; Prof.in Drin.-Ingin. Ramona Hoffmann, Maschinenbau / Konstruktion und Bauteilfestigkeit; Anne Schmitt, M.Sc., Lehrkraft für besondere Aufgaben und Praxisreferentin B. Sc. Pflege, Fakultät Sozialwissenschaften

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Alicia Schlender: „Vom Kümmern, Kummer und der Kleinfamilie – Feministische Familienkritik und Elternschaft heute“ am 14. November 2023

Alicia Schlender: „Vom Kümmern, Kummer und der Kleinfamilie – Feministische Familienkritik und Elternschaft heute“ am 14. November 2023

FrauenGenderBibliothek Saar, Heinrich-Böll-Stiftung Saar und Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken laden im Rahmen des FrauenThemenMonats ein:

„Vom Kümmern, Kummer und der Kleinfamilie“
Feministische Familienkritik und Elternschaft heute.

Vortrag von Alicia Schlender am Dienstag, 14.11.2023, um 18:30 Uhr
online und vor Ort in der FrauenGenderBibliothek Saar, Großherzog-Friedrich-Straße 111, 66121 Saarbrücken

Es wird heute viel über Gleichberechtigung und den Wandel von Familie gesprochen. Trotzdem bleibt das Ideal der Kleinfamilie bestehen. Ebenso bleibt geschlechtsbezogene Ungleichheit in Familien alltägliche Normalität – obwohl die Wünsche oft anders aussehen. Klassische Rollenbilder in Bezug auf Elternschaft halten sich sehr beharrlich und spiegeln sich auch in den Statistiken wieder. Es sind immer noch in der großen Mehrzahl Mütter, die mit Kind(ern) zuhause bleiben, dann in Teilzeit arbeiten und insgesamt weniger Geld verdienen; es sind immer noch Mütter, die den Großteil der Haus- und Sorgearbeit leisten.
Alicia Schlender beleuchtet diese Realitäten kritisch und fragt u.A. danach, welche Rolle die Kleinfamilie oder die Norm der 40-Stunden-Woche darin spielt, Ungleichheit und gesellschaftliche Idealbilder immer wieder zu erzeugen. Es wird um Möglichkeiten und Grenzen gleichberechtiger Elternschaft gehen und nicht zuletzt wird auch danach gefragt, wie ein gutes Aufwachsen mit und für Kinder/n feministisch ausbuchstabiert werden kann.

Alicia Schlender lebt in Berlin. Sie promoviert zu Geschlechterverhältnissen in Patchworkfamilien und arbeitet als freie Referentin und systemische Beraterin.

Veranstalterinnen: FrauenGenderBibliothek Saar und Heinrich-Böll-Stiftung Saar, Frauenbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken, im Rahmen des FrauenThemenMonat

Eintritt: frei

Eine Anmeldung ist erforderlich mit der Angabe ob eine Teilnahme online oder vor Ort gewünscht ist: info@frauengenderbibliothek-saar.de

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